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"Der Tod weint rote Tränen" ( L'Étrange couleur des larmes de ton corps, Belgien, Frankreich, Luxemburg, 2013 )

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"Der Tod weint rote Tränen" ( L'Étrange couleur des larmes de ton corps, Belgien, Frankreich, Luxemburg, 2013 )

Beitrag von Fynn am Fr 27 Feb - 11:36




Sofern man bei „The Strange Color of Your Body Tears” des Regie Ehepaars Hélène Cattet und Bruno Forzani  überhaupt von einer Handlung sprechen kann, dann geht es im weitesten Sinne um das mysteriöse Verschwinden einer Frau und der Suche ihres Mannes nach ihr. Andeutungen wie es denn weitergehen könnte mit den beiden Filmemachern hat ihr Vorwerk „Amer“ bereits angedeutet, in dieser Konsequenz dann aber wohl doch nicht zugelassen. Und man wagt gar nicht, sich ihr nächstes Werk vorzustellen, wenn sie diese Konsequenz beibehalten...

Im Grunde kann eine Filmkritik ja nur daraus bestehen eine kurze Inhaltsangabe wiederzugeben und diese dann in jeder Form zu reflektieren.  Diesem Versuch allerdings entzieht sich „Der Tod weint rote Tränen“ komplett. Er ist ein Erlebnis, das rein visuell und auch vom Klang her auf allerhöchster  Ebene stattfindet, ein Drehbuch sucht man – fast – schon vergebens. Was man dafür aber zuhauf und in jeder Sekunde findet, das sind die Zutaten des Giallo, die der Film in jeder Sekunde, jedem Bild voll auskostet. Und je mehr Giallos man gesehen hat, desto mehr wird man seinen Spaß an dem Film haben, denn er steckt so dermaßen voller Zitate und ist trotzdem jederzeit voll und ganz eigenständig, das einem schon ganz schwindelig wird bei den vielen labyrinthartigen, meist mit Farbfiltern und Ornamenten versehenen Kamerafahrten, das immer eine Einheit bildet und volle Wirkung mit Sicherheit erst im Kinosaal entfalten kann. Ein Dario Argento allein dürfte sich bei so vielen Verweisen auf seinen „Suspiria“ schon geschmeichelt fühlen und manchmal meint man sogar zwischendurch kurz Klänge von „Goblin “ herauszuhören. Dann wieder gibt es Momente, die sogar an Morricone denken lassen, - und wer nun denkt, das alles passe doch gar nicht zusammen, der lasse sich hier mal eines besseren belehren, - es passt ! Hier wurde eine Atmosphäre der völligen Reizüberflutung geschaffen, der man sich aber – im positiven Sinne gedacht – nicht entziehen kann. Harte Schnitte, Form und Farbwechsel, Splitscreens und geradezu kaleidoskopartige Bildfolgen einzelner Szenenfolgen. Die Darsteller sind hier mal nur bedingt gefordert, große Dialoge beherrschen den Film nicht. Auf was man sich einlassen muss bei diesem Film ist schlicht ein ca. 100 minütiger Alptraum, aus dem es für den Zuschauer wie auch für die Charaktere kein Entrinnen zu geben scheint. Sind der Mann, der seine Frau sucht, und der Polizist ein und dieselbe Person ? Geschieht verschiedenes paralel zur selben Zeit oder handelt es sich um andere Figuren in einer ganz anderen Geschichte ? Manches scheint sich immer wieder zu berühren, zu streifen, doch das ganz große „aha !“ Erlebnis stellt sich beim Zuschauer nicht ein. Und das ist hier auch mehr als eindeutig gar nicht verlangt, gewollt.

Immer wieder folgen Jumpcuts, Splitcreens, Positiv und Negativaufnahmmen, psychedelische Kamerafahrten ineinander verwobener Mantras und Muster und Großaufnahmen von Augen. Zwischendurch immer wieder die Umrisse des schwarz behandschuhten und bekleideten Killers, der auch den Giallo prägte und auf dessen Demaskierung man wartet. Nur : wenn wie in einem Labyrinth jede Tür eine neue Tür bereithält und der nach seiner Frau suchende Ehemann plötzlich wie in einem Traum auch noch als Kommissar vor der Tür steht, - was erwartet einen da letztlich am Ende ?

Das Paar Cattet  / Forzani macht mit diesem Film da weiter, wo Dario Argento in seinen Bestzeiten war. „Amer“ war bereits ein guter Start. „Der Tod weint rote Tränen“ ist dagegen schon nahezu eine Offenbarung und könnte irgendwann, wie damals schon "Suspiria" von Dario Argento, Kultstatus erreichen. Einige Szenen sind recht heftig und sicher nichts für Zartbesaitete. ( man beachte den Titel ) Für Giallo Fans allerdings ein absolutes „muss“, für alle anderen eine unbedingte Empfehlung.

8 / 10

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