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"REBECCA" ( REBECCA, USA, 1940 )

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"REBECCA" ( REBECCA, USA, 1940 )

Beitrag von Fynn am Sa 9 Dez - 18:57

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…“letzte Nacht träumte ich, ich wäre wieder in Manderley“.

Und die Kamera folgt der weiblichen, unsichtbaren Stimme aus dem Traum durch das Dickicht einiger Büsche auf dem Weg nach Schloss Manderley…

Szenenwechsel. In Monte Carlo sehen wir den jungen und reichen Maxim de Winter zögernd an einer Klippe stehen. Vor einem Jahr hat er seine Frau Rebecca durch  einen Segelunfall verloren. Die junge Frau die plötzlich unerwartet vor ihm steht erkennt erschreckt sein Vorhaben und bittet ihn nicht zu springen, doch er weist sie schroff zurück woraufhin sie sich zurück zieht und geht. Einige Zeit später treffen sich beide unvermittelt wieder, denn die junge Frau ist als Gesellschafterin der älteren Mrs. Bates unterwegs und dabei treffen sie auf Maxim de Winter.

Der junge selbstbewusste Mann und das noch sehr junge Mädchen unternehmen fortan sehr viel gemeinsam und sind nach einiger Zeit sogar verlobt. Maxim nimmt seine Frau mit nach Manderley und stellt sie dort den Bediensteten vor. Es lässt sich jedoch nicht verheimlichen das noch immer Rebecca’s Schatten auf Manderley liegt. Und das nicht nur auf ihrem Mann. Nein, alle dort scheinen nahezu besessen von Rebecca. Zwar stehen nirgends Bilder von ihr, aber sie ist allgegenwärtig. In die Tischtücher sind ihre Initialen eingestickt, ihr Zimmer wurde seit dem Unfall nicht mehr betreten und Mrs. Danvers, die Haushälterin scheint ebenfalls keine 2. Mrs. de Winter im Haus dulden zu wollen. Immer wieder erzählt sie der ohnehin sehr unsicheren Frau, was Rebecca getan hat oder tun würde. Dazu kommt das man der eher unscheinbaren Frau Rebecca immer wieder als „unbeschreiblich schön“ schildert, die dennoch für alle ein Phantom bleibt, dessen unerreichbar scheinende Präsenz über allem auf Manderley zu schweben scheint.

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Als plötzlich die Leiche von Rebecca wieder auf See geborgen wird, ist im Hause de Winter Sturm angesagt,  denn damit tauchen auch andere totgeglaubte  Probleme auf. Denn wenn Rebecca‘ s Leiche jetzt erst auf See gefunden wurde, wer ist dann die von Maxim de Winter identifizierte und beerdigte Mrs. de Winter ? Es kommt zu einem Prozess, dessen Ausgang ich aufgrund von Spoilern hier nicht weiter verraten möchte…

„Rebecca“ war Alfred Hitchcock' s erster Film in Amerika und er drehte in für David O. Selznick, dem Produzenten solch großer Filme wie „King Kong und die weiße Frau",  „Vom Winde verweht“ und „Duell in der Sonne“. Hitchcock sagte später das er den Film nicht besonders mochte und tatsächlich steht sein Name ja auch mehr für Thriller als denn für leichte Schauerromantik a’la „Rebecca“ mit gut 130 Min. Aber Hitch war für 4 Filme verpflichtet worden und „Rebecca“ nach der Novelle der Britin Daphne du Maurier war in diesem Fall der erste.  Aber typisch ist der Film wirklich nicht für Hitchcock. Nicht einmal ein „ordentlicher Mord“ im üblichen Sinne, all das kommt erst ganz zum Schluss und bringt wieder ein bisschen Stimmung für Krimifans auf. Aber auch wenn Hitchcock selbst den Film nicht mochte, so ist er doch so ungeheuer brillant inszeniert, so das man nur staunen kann. Von einem Horrorfilm weit entfernt liefert der Film gerade noch jene Gotik Atmosphäre die jene alten Filme oftmals noch an sich hatten und für die „Rebecca“ als Meisterstück gelten kann. Dies allein soll auch zur Berechtigung gelten hier im Forum unter all den anderen Gothic Gruslern seinen Platz einzunehmen, denn auch in dieser Beziehung ist der Film ein Meisterwerk.

Daphne de Maurier, die Autorin, gelang mit „Rebecca“ ein großer Erfolg als Buch. Da Hitchcock mit der Familie befreundet war und auch „Riff-Piraten“ bereits auf einer Vorlage von ihr beruhte, war ein weiterer Deal naheliegend. 1963 sollte dem mit „Die Vögel“ noch ein weiterer Wurf folgen.  

In den Hauptrollen als Maxim de Winter sehen wir den jungen  Laurence Olivier. Er spielt seine Rolle dem Drehbuch nach sehr selbstsicher und selbstbestimmt, ein charmanter Typ der sich durchsetzen kann und weiß was er will. Aber er kann seine geliebte Rebecca nicht vergessen. Ob er die 2. Mrs. de Winter, die von Joan Fontaine glänzend gespielt wird und dessen Name nie genannt wird wirklich liebt, wird eigentlich nie wirklich so ganz klar. Nur das er Rebecca nicht vergessen kann und sich sichtlich müht es nun mit der neuen Mrs. de Winter zu versuchen und zu wollen. Laurence Olivier galt bei vielen oftmals als bester Schauspieler der je gelebt hat und man muss unbestritten zugeben er hat eine tolle Leistung abgeliefert. Was aber hier sein Pendant, die junge Joan Fontaine gespielt hat, das war keinesfalls minderwertig ! Das war ganz großes Kino, Hut ab Mrs. Fontaine ! Und zu dieser Zeit muss sie ja noch sehr sehr jung gewesen sein. Ebenfalls erstklassig war Judith Anderson als Mrs. Danvers, das Hausmädchen. Geradezu maskenhaft ihr Gesicht, so ernst in jeder Szene und immer wieder nur von Rebecca schwärmend, da sie sie ja ebenfalls laut Drehbuch „vergötterte“. Eine kleinere Rolle übernahm auch George C. Scott, der in gewisser Weise auch eine Schlüsselrolle innehat, über die ich aber nicht mehr verraten möchte an dieser Stelle. Man muss den Film einfach mal gesehen haben, denn es ist egal ob man Hitchcock Filme mag oder nicht, - dies ist auf alle Fälle „ein ganz anderer Hitchcock“ als es der Kinogänger gemeinhin von ihm erwartet.

Es war, - in dem Fall wieder mal, ein genialer Schachzug von Hitchcock, in keiner Szene ein Bild von Rebecca zu zeigen. Denn wie soll man ein Bild einer „unbeschreiblich schönen Frau“ Millionen von Menschen vermitteln ? Das war also schon eine gute Lösung es so zu machen. Der Film wurde in Big Sur, Palos Verdes, dem Point Lobos State Natural Reserve und den Selznick International Studios auf 35 mm gedreht, kam aber laut IMDb Angaben erst 1951 in die deutschen Kinos.

Das der Film gleich in elf Kategorien zum Oscar nominiert wurde und letztlich nur drei bekam nutze Hitchcock auch nichts. eine Trophäen räumte Produzent David O. Selznick ab und die andere bekam Kameramann George Barnes für die „beste Kamera in einem Schwarzweissfilm“. Hitchcock selbst wurde nur nominiert, bekam ihn aber nicht.

10 / 10 !

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