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"Ein Toter spielt Klavier" ( Taste of Fear, Vereinigtes Königreich, 1961 )

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"Ein Toter spielt Klavier" ( Taste of Fear, Vereinigtes Königreich, 1961 )

Beitrag von Fynn am So 10 Jun - 18:23

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Penny Applebe ist nach dem Tod der Mutter und einem Reitunfall an den Rollstuhl gefesselt. Seitdem hat sie mit ihrer besten Freundin Maggie zusammengelebt. Als Maggie in einem See in den italienischen Alpen ertrinkt, ist Penny von nun an auf sich allein gestellt und nimmt deshalb das Angebot ihres geschiedenen Vaters, in sein Haus an der französischen Riviera zu ziehen, gerne an. Dort wird sie von ihrer neuen Stiefmutter, Jane, die sie bisher noch nie gesehen hat, herzlich, aber auch leicht distanziert aufgenommen. Auf Fragen nach dem Vater bekommt Penny ausweichende, widersprüchliche Antworten - er sei auf  Geschäftsreise, oder er sei krank und auf einer Kur. Immer mehr wächst in ihr der Verdacht, ihr Vater sei in Wirklichkeit gestorben, aber man versuche, ihr das zu verheimlichen.

Doch dann beginnen seltsame Erscheinungen Gestalt anzunehmen. Wieder und wieder sieht Penny die Leiche ihres Vaters in einem Sessel sitzen, sein Auto steht plötzlich in der Garage, aus dem Musikzimmer hört sie Klavierspiel, aber als sie das Zimmer betritt, ist es leer und das Klavier abgesperrt - und der Vater ist angeblich auch noch der einzige, der den Schlüssel hat...

Und doch : jedesmal, wenn Penny einen der anderen Hausbewohner bittet, mit ihr gemeinsam nachzuschauen, sind alle Spuren dessen, was sie eben noch wahrzunehmen glaubte, verschwunden. Jane beginnt offen am Geisteszustand ihrer Stieftochter zu zweifeln, und auch Dr. Gerrard, Freund und Hausarzt ihres Vaters, diagnostiziert eine beginnende hysterische Paranoia. Nur Bob, der Chauffeur, ist offenbar noch bereit, ihr zu glauben, daß sie keine Wahnvorstellungen habe - und will ihr dabei helfen, die wahren Hintergründe aufzudecken...
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Neben den klassischen Horrorfilmen, durch die die britischen Hammer Studios berühmt wurden, produzierten sie auch immer wieder kleine, feine
Gruselthriller. "Ein Toter spielt Klavier" ist geradezu ein Musterbeispiel und als solches einer der schönsten davon, das man unbedingt gesehen haben sollte.

Eine gute Entscheidung, dank der qualitätvollen Kameraarbeit von Douglas Slocombe ("Tanz der Vampire", "  Jäger des verlorenen Schatzes "), der hier zum ersten und einzigen Mal für Hammer tätig war, war die, den Film in schwarz/weiß zu drehen.

Der Film spielt zwar in der Gegenwart, im Inneren der Villa ,fühlt man sich allerdings eher in ein victorianisches Melodram versetzt, das an Klassiker wie z.B. " Gaslicht " erinnern könnte. Das verstärkt den klaustrophobischen Eindruck und die ausgelieferte Situation der Heldin umso mehr. Ihr Angewiesensein auf den Rollstuhl und somit auf die Hilfe anderer Menschen, denen sie zugleich nicht trauen kann, wird immer wieder geschickt
thematisiert. Schon zu Beginn läßt Jane einmal beiläufig fallen, daß zwar im Haus Rampen über die Stufen gelegt worden seien, damit Penny sich selbständig im Haus bewegen könne - aber dennoch nicht über die Treppe zur Eingangstür, denn die würde sie ja "wahrscheinlich sowieso nicht brauchen". So wird von Anfang subtil das Gefühl des Eingesperrtseins der gehandicapten Heldin erzeugt.


Jimmy  Sangster , Hammers Top-Autor, hat ein geschickt aufgebautes Drehbuch abgeliefert, das nicht nur Sympathie für die Hauptdarstellerin weckt, sondern den Zuschauer auch bis zum Schluß rätseln läßt. Immer, wenn der Zuschauer glaubt, das Ganze durchschaut zu haben, kommt wieder ein anderer neuer Twist daher und man fragt sich, wie das wohl enden wird. Zum Schluß überschlagen sich überhaupt die Ereignisse. Für die Qualität des Buchs spricht zudem, daß der Film auch beim zweiten Ansehen nichts an Reiz verliert (nur betrachtet man ihn dann natürlich mit ganz anderen Augen!).

Über manche Logiklöcher wollen wir mal großzügig hinwegsehen (wer erwartet schon Logik von Hammer ?),außerdem bleiben immer noch ein paar nicht verknüpfte Fäden am Schluß, die keine Auflösung erfahren. Wem gehört z.B. nun wirklich die Stimme am Telefon ? Auch die Methoden, um den - naja, das wollen wir jetzt nicht verraten - , sind bei Licht betrachtet schon verdammt kompliziert und aufwendig, man fragt sich durchaus, wie manches so schnell bewerkstelligt werden konnte. Und auch die Topografie gibt ein paar Rätsel auf - der Swimmingpool, von außen kaum größer als ein Bettlaken, ist unter Wasser so ausgedehnt, daß es zwei Tauchgänge braucht, um ihn vom einen zum anderen Ende zu durchqueren! Apropos Swimmingpool - während Hammer ja sonst gerne hübsche junge Mädchen in leicht bekleidetem Zustand präsentierte, ist es diesmal der Abwechslung halber ein junger Mann, der sich den Augen der weiblichen Welt mit nichts weiter am Leib als einer Badehose zeigen darf. Vielleicht betrachtete man für diese Art von melodramatischem Thriller eher Frauen als das vorrangige Zielpublikum, während der typische Monsterfilmfan männlichen Geschlechts war ?

Alle vier Hauptdarsteller zeigen sensible Charakterstudien, was bei Hammer ja nicht immer so ganz der Fall ist. Susan Strasberg ( Lee Strasberg 's Tochter - leider nie ganz das Riesentalent, als das ihr Vater sie gern gesehen hätte) liefert hier doch eine ihrer ansprechendsten Leistungen, zugleich zerbrechlich und doch erfüllt von Stärke - ihre Penny hat sich mit ihrem Schicksal als Behinderte abgefunden und tut alles, um selbständig zu bleiben, sich nicht in Abhängigkeit drängen zu lassen.

Sie empfiehlt sich gleich mehrmals als Scream-Queen - worauf auch Susan Strasberg die Werbung zu dem Film zielt. Auf dem Plakat war lediglich die kreischende Penny zu sehen, mit dem Hinweis, daß weitere Bilder aus dem Film unmöglich gezeigt werden dürften. Dem Horrorgenre blieb Strasberg auch weiterhin treu, mit Streifen wie "Der Manitou" , z.B. den ich an dieser Stelle fast lieber mal nicht erwähnt hätte.Christopher Lee   hat eine nicht allzu große, aber sehr schöne Nebenrolle als Arzt. Bis zum Ende bleibt unklar, was jetzt eigentlich sein Part zu Geschichte bietet.Ob er nun zu den Bösen oder doch zu den Guten zählt. Er ist bis heute wohl der Horrorstar mit der größten schauspielerischen Bandbreite geblieben, der vom romantischen Helden bis zum Monster alles spielen konnte und auch gespielt hat.

Wer auf atmosphärisch dichte, unblutige Gruselkrimi-Spannung steht, ist mit "Ein Toter spielt Klavier" jedenfalls allerbestens bedient ! Vielleicht kein großer Klassiker - aber ein kleiner wohl mit ziemlicher Sicherheit !

Ich hab das Teil mal im Fernsehen als Teenie gesehen. Hab mich
rausgeschlichen ins Wohnzimmer, als meine Eltern abends mal ausgegangen waren. Als sie wiederkamen, war ich zumindest wieder im Bett. Aber immer noch wach....hat da eben jemand grad Klavier gespielt...?
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