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ROBIN HOOD, DER ROTE RÄCHER (1954)

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ROBIN HOOD, DER ROTE RÄCHER (1954)

Beitrag von GrafKarnstein am So 25 Feb - 10:56

ROBIN HOOD, DER ROTE RÄCHER
(Ot: The Men Of Sherwood Forest)
GB 1954

Eine Hammer Film Produktion
im Vertrieb von Exclusive Films
und der Astor Pictures (USA)


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deutsche Kino EA: 26.Juli 1957

Verleih: Prisma
Länge: 2092 Meter = 76:40 min

England im Jahre A.D. 1194

"In England herrscht eine unruhige Zeit.
König Richard Löwenherz wird in Deutschland gefangen gehalten
und das Lösegeld für ihn ist nur zur Hälfte bezahlt.
Und in der Heimat versucht Prinz John den Thron an sich zu reissen.
In Nottingham erleichtern Robin Hood und seine Bande wohlhabende Reisende. Und es muß schon ein mutiger Reisender sein, der es wagt durch den Sherwoodwald zu reiten."

(Prolog des Films)

Ein Reiter wird im Sherwoodwald von zwei Dieben überfallen und mit einem Pfeilschuss getötet. Die Diebe erbeuten ein Säckchen Geld und eine kleine Ritterstatue. Bei dem Toten handelt es sich um Fitzroy, einem Boten des Königs, der eine Botschaft an Moraine überbringen sollte. Für Moraine und Sir Nigel Soltire steht fest, das Robin Hood hinter dem Überfall steckt und suchen ihn auf, weil sie wissen, das Robin ein Königstreuer ist. Es stellt sich heraus, das Robin Hood und seine Männer mit dem Überfall nichts zu tun hatten. Die Ritterstatue muß aber gefunden werden, weil sich in ihr die wichtige Nachricht befindet. Robin verspricht zu helfen und es dauert nicht lange, bis er die zwei Diebe gefangen nimmt. Die gestehen nun, das sie den Auftrag von einem ihnen unbekannten Ritter bekommen haben, auf dessen Schild ein weißer Adler auf schwarzen Feld zu sehen ist und dem sie diese Ritterstatue übergeben haben. Das Wappen gehört aber zu der Grafschaft Moraine. Robin weiß nun, das es sich um eine Fälschung handeln muß und die Spur führt zur Burg Belton. Robin begibt sich unter dem Namen Gilbert und als Minnesänger verkleidet in die Burg von Guy Belton. Dort macht er u.a. die Bekanntschaft mit Lady Alys. Guy Belton plant die Ermordung von König Richard, bei dessen Rückkehr. Zu Prinz Johns Mitverschwörern gehört auch Sir Nigel Saltire, was Robin widerum nicht weiß. Es kommt zu kämpferischen Auseinandersetzungen.

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Die Figur Robin Hood ist das Urbild eines Volkshelden, vor allem in England und der Ursprung reicht bis in die angelsächsischen Balladen und Folkloren des 14. Jahrhunderts zurück. Obwohl bis heute kein Beleg dafür existiert, das Robin Hood je gelebt hat, so wurde er dennoch immer wieder mit historischen Personen in Verbindung gebracht, die es tatsächlich damals gab. Ebenso die historischen Ereignisse und Hintergründe, in denen die Geschichten um Robin Hood spielten. Anfangs wurde er einfach nur als Wegelagerer und Anführer einer Banditenhorde dargestellt, die sich das nahmen, was sie brauchten und deren Verstecke in den Wäldern waren. Auch die Schotten hatten "ihren Robin Hood", indem sie ihn in einer ihrer Volkserzählungen zwischen den Jahren 1297 und 1303 ansiedelten und diesen somit zu einer Art William Wallace machten, der die Engländer bekämpfte und ausraubte. Wallace widerum hat in dieser Zeit gelebt und wurde durch seinen Kampf gegen die Engländer zum schottischen Nationalhelden, der er bis heute ist. (Regisseur und Schauspieler Mel Gibson setzte diesem Volkshelden mit seinem Film BRAVEHEART definitiv ein Denkmal. Anmerk) Die bis heute am meisten verbreitete Geschichte um Robin Hood ist die, wo er zum edlen Räuber wird und sich an seiner Seite die nicht weniger berühmten Figuren wie z.B. Little John und Bruder Tuck befinden. Und nicht zu vergessen, seine Geliebte namens Marian. Robin und seine ganzen Gefolgsleute haben sich in den Sherwoodwald zurückgezogen, wo man sich sehr gut verstecken kann, zumal der Wald groß und sehr unübersichtlich erscheint. Vom Wald aus führt Robin seine Raubzüge und Überfälle aus, die vornehmlich auf Adelige, reiche Kaufleute und ausbeuterische Kleriker ausgeübt werden. Den Reichen genommen, den Armen gegeben. Eines der Hauptmotive, das sich im Grunde durch sämtliche Erzählungen zieht. Robins ärgster Widersacher und Gegner ist der nicht minder berühmte Sheriff von Nottingham, der mit seinen Leuten ständig versucht, Robin und seine Leute zu erwischen. Der Kern dieser Erzählung stammt aus einer englischen Volksballade des 15. Jahrhunderts, deren Titel LYTELL GESTE OF ROBIN HOOD lautet und aus dem Jahre 1495 stammen soll. Zusätzlich wurde irgendwann im 19. Jahrhundert die Geschichte erweitert, indem man Robin eine adelige Abstammung andichtete und er zum Räuber wider Willen wurde. War Robin anfangs noch ein gefährlicher Wegelagerer, der Geistliche und Adelige ausraubte und mit seinen Feinden die im Mittelater üblichen rauhen und brutalen Kämpfe austrug, so wurde er später immer positiver dargestellt. Das beinhaltete auch, das er treu zum rechtmäßigen König hielt, gemeint ist König Richard Löwenherz. In Folge dessen spielten sich gerade die meisten Geschichten um Robin Hood zwischen den Jahren 1192 und 1194 ab. Jenen zwei Jahren in denen Löwenherz vom deutschen König Heinrich VI gefangen gehalten wurde und somit England in der Zeit praktisch ohne König war, was historisch korrekt ist. Der Bruder des Königs, Prinz John (auch Johann ohne Land genannt, da er als einziger kein Herzogtum vom Vater erbte. Anmerk.) regierte solange, versuchte aber nun durch Intrigen sich Englands Thron zu bemächtigen und die Rückkehr Richards zu verhindern, indem er u.a. die Lösegeldzahlungen für seinen Bruder massiv hintertrieb. Da Robins Treue Richard galt, wurde er mit seinen Leuten von Prinz John zu Gesetzlosen erklärt und von seinen Soldaten verfolgt. Was all diesen Geschichten ebenso gemein ist, ist das per Gesetz angeordnete Jagdverbot, das es auch tatsächlich gab und bei den meisten Bürgern Englands extrem verhasst gewesen ist. Da Robin und seine Leute dies missachteten, wurden sie auch deswegen zusätzlich zu Vogelfreien erklärt und fanden bei der englischen Bevölkerung Zustimmung und Unterstüzung. Robin wird häufig gerade wegen dieses Jagdverbots mit einem Langbogen dargestellt und als unübertrefflicher Schütze beschrieben. Der Langbogen hatte eine Durchschnittsgröße, die ca. zwischen 1,70m und 1,80m maß. Nun soll man es bei solchen Volkserzählungen widerum mit der Historie nicht so genau nehmen, aber da die Robin Hood Geschichten häufig in den Jahren 1192/93/94 spielen, also während König Richards Gefangenschaft, so will ich trotzdem nicht unerwähnt lassen, das der Langbogen zu dieser Zeit noch gar nicht erfunden war. Die Waffe soll ihren Ursprung in Wales haben und soll ferner erstmals im Jahre 1277 bei diversen walisischen Feldzügen eingesetzt worden sein. Die Bedeutsamkeit des Langbogens wird jedoch in der Regel auf das Jahr 1298 datiert, als es zur Schlacht zwischen Engländern und Schotten bei Falkirk kam. Edward I., König von England setzte walisische Bogenschützen mit ihren Langbögen gegen das Heer von William Wallace ein und konnte die Schlacht dadurch u.a. für sich entscheiden (auch im bereits erwähnten Film Braveheart zu sehen. Anmerk.) Ab diesem Zeitpunkt übernahmen die Engländer den Langbogen und bildeten ihre eigenen Bogenschützen daran aus. Der Langbogen, dessen Pfeil sein Ziel auf bis zu 400 Meter traf, sollte lange Jahre die Schlachtfelder beherrschen. Robin Hood kam auch in Sir Walter Scotts Erzählung IVANHOE vor, die den gleichen Bekanntheitsgrad genießt, wie Robin Hood. Auch der Ritter Ivanhoe hält treu zu König Richard und stellt sich gegen Prinz John und seine Mitverschwörer. In Ivanhoe jedoch, wird der Konflikt zwischen den Normannen und den Angelsachsen deutlicher heraus gestellt. Die Normannen besiegten die Angelsachsen in der Schlacht bei Hastings im Oktober des Jahres 1066 und eroberten England. Herzog Wilhelm von der Normandie, auch Wilhelm der Eroberer genannt, herrschte mit seinen Normannen über England und wurde im Dezember 1066 in Westminster zum König gekrönt. Immer wieder kam es zu Konflikten mit den Angelsachsen und Wilhelm mußte einen 9jährigen Kampf führen, der in einen Aufstand im Jahre 1075 gipfelte und der angelsächsische Adel geschlagen wurde. Immer mehr normannische Landsleute kamen nach England und deren Einfluß auf das geistige Leben Englands nahm stetig zu, was den Angelsachsen gar nicht gefiel und die Konflikte weiter gingen. Die normannische Feudalmonarchie verband sich mit dem angelsächsischen Königstum, was dann die Grundlage für eine dauerhafte monarchische Zentralgewalt schuf. Zu einer Versöhnung mit den Angelsachsen kam es erst, als Heinrich I. (Sohn von Wilhelm) im Jahr 1100 König von England wurde und eine Krönungsproklamation festlegte, die als CHARTA LIBERTATUM in die Geschichte eingegangen ist und als das erste Verfassungsgesetz Englands angesehen werden kann. Aus dem Geschlecht Wilhelms ging später die Königsdynastie PLANTAGENET hervor, so auch HEINRICH II., der von 1154-1189 König von England und gleichzeitig der mächtigste Herrscher Europas war. Seine Söhne waren u.a. Richard Löwenherz und Prinz John. Hier schließt sich ein kleiner Kreis englischer Geschichte und historischer Personen. In der Geschichte um Ivanhoe würde der normannische Adel lieber Prinz John auf dem Thron sehen, als König Richard, der bald aus seiner Gefangenschaft entlassen werden wird. Demzufolge kämpft auch Sir Ivanhoe, als schwarzer Ritter gegen die Normannen, um deren Komplott zu verhindern. Als es später fast kein Ausweg mehr gibt und Ivanhoe sich gefangen nehmen ließ, um seine Familie zu retten, greift eine Streitmacht der Angelsachsen und auch Robin Hood (hier auch Robin Locksley genannt) mit seinen Gefolgsleuten die Burg der Normannen an (alles in einem der besten Ritterfilme der 1950er Jahre, IVANHOE DER SCHWARZE RITTER zu sehen. Anmerk.) Wie man sieht, so spielte sich auch hier die Ivanhoe-Erzählung zwischen den Jahren 1192-1194 ab. Richard Löwenherz wird in allen Erzählungen positiv und bei seiner Rückkehr aus der Gefangenschaft fast schon als eine Art Heilsbringer dargestellt, der das Land England in eine neue Blütezeit führen würde, was jedoch geschichtsverklärend ist. Ein guter Staatsmann und König war er nicht. Er war aufbrausend, schnell wütend und es bedurfte bei ihm eines eher nichtigen Anlasses um mal wieder irgendeinen Krieg zu führen. Um seine Feldzüge finanzieren zu können, presste er das Volk in Form von Steuern aus. König von England war Richard von 1189-1199, aber in dieser Zeitspanne war Richard nur ca. 8-10 Monate selbst in England anwesend. Die meiste Zeit war er wegen seiner Feldzüge außer Landes. Wie Richard in etwa gewesen ist, kann man im Film von Richard Lester ROBIN UND MARIAN aus dem Jahre 1975 sehen, wo er alles andere als positiv vom Schauspieler Richard Harris dargeboten wird. Der Film ist eh ein malancholischer Abgesang auf die Robin Hood Filme, dessen eigentliche Handlung 20 Jahre später einsetzt, also nach den ganzen üblichen Geschichten. Soweit erstmal zu der Figur Robin Hood und in leicht groben Zügen zu Englands historischen Hintergründen.

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Zwei alte deutsche Filmprogramme

Mit der Erfindung des Films, erblickte Robin Hood natürlich auch das Licht der Leinwände und seit der Stummfilmzeit ab 1908 bis heute wurden immer wieder Filme über diesen englischen Volkshelden gedreht. In jedem Jahrzehnt gab es immer ein oder gleich mehrere Robin Hood Filme. Rückblickend war es nur eine Frage der Zeit, wann auch die Hammer Production Ltd. ihren Robin Hood präsentierte. 1954 war es dann soweit. Michael Carreras, der vorher schon ab 1951 für einige Hammerfilme als Produzent tätig war, die hierzulande bis heute nicht zu sehen waren, produzierte auch diesen hier und war zumindest die erste Produktion seinerseits, die damals in Deutschland und Österreich in den Kinos gezeigt wurde. Zugleich war es auch der erste Farbfilm von Hammer, was diesem Historienfilm auch zugute kommt und alles im schönen Eastmancolor zu sehen ist. Nach dem Hammerfilm LIFE WITH THE LIONS 1954 (in Deutschland/Österreich nicht gezeigt), war dies der zweite Hammerfilm von Regisseur Val Guest, der in den folgenden Jahren noch weitere Filme für Hammer inszenieren sollte. Don Taylor stellte hier den Titelhelden dar und er schien sich auch ein wenig an Erol Flynns Darbietung im Klassiker ROBIN HOOD, KÖNIG DER VAGABUNDEN (USA 1938) orientiert zuhaben. Wenn man ihn so agieren sieht, mit seinen leicht rötlichen Bärtchen und den Haaren, die hier ein weniger kürzer sind, als die von Flynn, dann gewinnt man den Eindruck, das er schon versucht hat, E. Flynn ein bisschen zu immitieren. Er kommt natürlich nicht an Flynns Darstellung heran, aber hierfür reichte es allemal und er gab im Grunde einen eher leichten und witzigen Robin Hood ab. Überhaupt ist der Film mit seiner ganzen Geschichte eh auf Parodie angelegt, wozu auch die wohlbeleibte Gestalt des Bruder Tuck beiträgt, der hier von Reginald Beckwith gespielt wird und die witzigste Figur von allen abgab. Tuck isst, trinkt und spielt gerne. So spielt er mit den Wachen der Burg ein Spiel, bei dem alle Wachposten so nach und nach ihre Waffen und Kleidung an ihn verlieren. R. Beckwith stiehlt in so einigen Szenerien anderen die berühmte Show. Als hinterhältiger mieser Intrigant ist hier Douglas Wilmer, als Sir Nigel Soltire zu sehen. Der Darsteller hat ein markantes Gesicht und ist hier als Schurke sehr gut besetzt. Als Lady Alys ist hier Eileen Moore zu sehen, die hier nicht als pinkfeine Adelige auftritt, sondern sich als sportlicher und robuster erweist, als es anfangs den Anschein hatte. Das Drehbuch schrieb Allan MacKinnon und was auffällt ist, das hier weder der Sheriff von Nottingham, noch Lady Marian vorkommen. Hammer wollte mal einen etwas anderen Robin Hood machen. Wie man auch am britischen Originaltitel sieht, wird der Name Robin Hood gar nicht genannt, sondern übersetzt DIE MÄNNER VOM SHERWOOD WALD. Robin ist hier zwar eine Leitfigur, aber nicht unbedingt immer die Hauptfigur, zu dem ihn widerum der deutsche Titel machte, was allerdings nicht weiter ins Gewicht fällt. Die Charaktere sind hier irgendwie fast gleichmäßig verteilt, wobei Bruder Tuck und die Schurken schon einen gößeren Raum einnehmen. Die Farben und die Kamera von James Harvey wissen zu gefallen, ebenso die inszenierten Kämpfe. Diese sind nun etwas weniger rauh ausgefallen, dennoch ist man mit einem gewissen ernst bei der Sache. Hammers Robin Hood war und ist eh für ein jüngeres Publikum gemacht worden und somit lockte es damals vor allem Kinder und Jugendliche ins Kino. Das ließ dann auch die berühmten Kassen klingeln und somit konnte Hammer nach TODESROULETTE (siehe Film in dieser Rubrik) einen weiteren Erfolg für sich verbuchen. Exclusive Films vertrieb den Film in England und Astor Pictures in den USA, der dann auch von denen in Deutschland/Österreich vertrieben wurde. Das führte wahrscheinlich auch dazu, das Astor anstatt Hammer als Produktionsfirma angegeben wurde, was falsch ist. Aber auch auf dem britischen Plakat wird Hammer nicht genannt. Es sollten noch so einige Monate vergehen, bis Hammer Production Ltd. dann so richtig eigenständig und Hammer zu einer Art Markenzeichen/Gütesiegel werden sollte.

Der Film erschien damals vor Jahren in der Hammerfilmreihe bei Anolis auf DVD. Diese bietet ein gutes 4:3 Bild. Der Ton ist ebenso gut und liegt in deutsch und englisch mit Untertiteln vor. Der Film ist leichte kurzweilige vergnügliche Unterhaltung für jung und alt.


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Re: ROBIN HOOD, DER ROTE RÄCHER (1954)

Beitrag von VanHelsing am So 25 Feb - 20:28

Sehr informative Rezension, Graf - insbesondere die historischen Verweise sind hochinteressant. ro7
Dass Robin Hood auch in der IVANHOE - Verfilmung eine Rolle spielte, war mir bewusst gar nicht mehr in Erinnerung. uix1

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Re: ROBIN HOOD, DER ROTE RÄCHER (1954)

Beitrag von GrafKarnstein am Mo 26 Feb - 19:39

Das freut mich, VanHelsing und Danke vd6
Wenn Du Dir den alten Film IVANHOE ansiehst, so wirst Du merken, das
die Figur des Robin Hood dort öfters zu sehen ist, als man denkt. Obwohl
Robin hier definitiv eher eine Nebenfigur ist, denn in erster Linie ist hier
verständlicherweise Ivanhoe die zentrale Hauptfigur c5f  
Aber das nur nebenbei r66g  
Danke auch, für Dein Interesse e4du

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Re: ROBIN HOOD, DER ROTE RÄCHER (1954)

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