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THE SEASONING HOUSE (GB 2012)

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THE SEASONING HOUSE (GB 2012)

Beitrag von GrafKarnstein am Do 1 Dez - 12:20

"The Seasoning House ist kein Ort, an dem sich Abgründe auftun, es ist der Abgrund."

"Im Seasoning House werden die Monster manifestiert, wo sie zweifellos leben: in den Menschen."

(Zitate auf dem Rückfrontcover der Mediabook-Ausgabe)

THE SEASONING HOUSE
(Grossbritannien 2012)

Rosie Day - ANGEL
Kevin Howarth - VIKTOR
Sean Pertwee - GORAN

Regie: PAUL HYETT

Laufzeit ca. 90 min

FSK ab 18 Jahren


Der Schauplatz, Ort und Zeit:
Ein Haus, irgendwo im Balkan des Jahres 1996.

Ein junges taubstummes Mädchen im Alter von ca. 16 oder 17 Jahren muß gezwungener Maßen in einem gewissen Haus diverse Arbeiten verrichten. Sie muß die Zimmer reinigen, andere junge Mädchen/Frauen sauber machen und ihnen diverse Rauschmittel mittels einer Injektion per Spritze verabreichen. Es ist ein Haus, wo junge Mädchen/Frauen zur Zwangsprostitution verdammt sind und sich zahlenden Kunden hingeben müßen, ob sie wollen oder nicht. Viktor ist der Herr des Hauses und mit seinen Untergebenen führt er ein skrupelloses strenges Regime. Das taubstumme Mädchen ist seine persönliche Sklavin, die ihm ab und zu ebenfalls Liebesdienste erweisen muß. Sie ist nicht glücklich in diesem Haus zu sein. Glücklich war sie einmal, als sie noch im Haus ihrer Eltern war. Aber dann kam der Krieg und irgendwelche Söldner überfielen ihr kleines Dorf. Sie versuchte sich im Schrank zu verstecken, aber sie wurde entdeckt und hinaus gezerrt. Ihre Mutter wollte sie mit einem Messer vor den Söldnern beschützen, aber sie wurde eiskalt erschossen und sank sterbend zu Boden.


Angels Elternhaus wird überfallen



Angel muß hilflos zusehen, wie alle getötet werden

Mit anderen jungen Mädchen wurde sie in dieses Haus gebracht. Viktor stellte sich ihnen als ihr neuer Herr vor und machte ihnen auch gleich klar was passiert, wenn ein gewisses Vertrauen gebrochen wird, indem man versucht zu fliehen. Demonstrativ stach er einer jungen Frau einfach seitlich in den Hals. Die anderen Mädchen wurden daraufhin in ihre Zimmer gebracht, bis auf die Taubstumme. Viktor fand heraus, das sie taubstumm ist. Da sie eine Kette um ihren Hals trägt, die einen Engel zeigt, gab er ihr den Namen Angel.


Für Angel (ganz links) und die Mädchen ist das Haus ihr neues
Zuhause und Viktor macht es ihnen klar

Der Alltag im Haus gestaltet sich für Angel ziemlich trist und eher eintönig. Oft ist sie in ihrem Zimmer, dann wird sie geholt. Schon wieder den Dreck im Zimmer weg machen. Schon wieder ein anderes Mädchen sehen, das deutliche Spuren von Misshandlungen aufweist. Den zahlenden Kunden reicht wohl der Sex nicht alleine, nein, sie müßen dabei auch noch den eh schon hilflosen und unter Drogen gesetzten Mädchen gegenüber auch noch gewalttätig beim Sex werden. Angel kennt nur zu gut diese ganzen Vorgänge im Haus. Sie weiß, das sie die Mädchen mit Drogen gefügig macht, denn Viktor hat es ihr ja bei gebracht. Fast jeden Tag die gleiche Prozedur. Dann wieder ein Mädchen sauber waschen, aber es ist mal wieder nicht nötig, denn sie ist Tod. Hat die Gewalt eines Kunden nicht weiter überlebt. Dabei wollte Angel dieses Mädchen reinigen, damit sie halbwegs wieder hübsch aussieht. Stumm erträgt Angel alles, was soll sie auch gegen das alles tun können. Ein anderes Mädchen will mit ihr sprechen, bittet sie um Hilfe, aber Angel kann nicht. Fast gefühlos betritt sie die Zimmer der Mädchen, wäscht sie, spritzt ihnen die Drogen und entfernt sich wieder. Redet kein Wort mit ihnen. Wie sollte sie auch.


Angel, bei einem der Ein- und Ausgänge zu den Hohlräumen

Dann ist da aber ein Mädchen namens Vanya. Sie beherrscht zufällig die Gebärdensprache und für Angel kehrt sowas wie eine gewisse Freude ein, sofern man es unter diesen Umständen als Freude bezeichnen kann. Endlich ist jemand da, mit dem sie sich verständigen kann, aber sie müssen vorsichtig sein, denn Angel soll die Mädchen nur waschen und Drogen verabreichen. Was Viktor und seine Männer nicht wissen ist, das Angel sich seit geraumer Zeit in den Hohlräumen zwischen den Wänden des Hauses bewegen kann. Dadurch kann sie überall in die verschlossenen Zimmer der Mädchen gelangen, wenn diese Abends von Viktors Männern zugeschlossen werden. So besucht sie ihre neue Freundin Vanya des öfteren, aber sie muß höllisch aufpassen, denn die Männer machen immer ihre Kontrollgänge. Sie hört die Männer nicht kommen, aber sie nimmt sie denoch wahr und zwar durch die Vibration des Bodens. Eines Tages kehren vier Söldner unter der Führung von Goran ins Haus ein und irgendwie spürt man, das Ärger in der Luft liegt. Als einer der Söldner Vanya derartig Gewalt beim Sex antut, sieht dies Angel durch ein kleines Gitter. Sie kriecht aus dem Hohlraum heraus und sticht mit einem Messer auf den Söldner ein. In einem extrem blutigen Handgemenge gelingt es Angel in den Hohlraum zu entkommen. Der Söldner ist tot, aber auch ihre Freundin Vanya. Goran ist außer sich und will diese "Missgeburt" töten. Alle machen nun Jagd auf dieses zierliche taubstumme Mädchen.


Regisseur Paul Hyett ist kein Unbekannter, allerdings ist dieser Film hier sein Regiedebüt. Hatte er vorher in vielen Filmen die Special Make-up Effekte, wie z.B. THE DESCENT, DOOMSDAY, UNKNOWN IDENTITY usw. kreiert, so führte er bei diesem Film erstmals Regie. Und er überzeugt auf ganzer Linie. Der Film THE SEASONING HOUSE hat eine unglaubliche triste und sehr düstere Atmosphäre, die ihresgleichen sucht. Auch ist das Werk mit einer extremen Spannung gesegnet, denn so monoton wie sich der Alltag von Angel im Haus zuträgt, so ist dies alles andere als langweilig anzusehen. Darin liegt auch die große Regiestärke von P. Hyett, denn man verfolgt die Ereignisse regelrecht gebannt vor dem Bildschirm. Dabei hat es der Regisseur bei all dem ganzen vermieden hier in irgendwelche Klischees abzugleiten. Nichts ist von all dem zu sehen. Wenn Angel mit einem mit Wasser gefüllten Eimer durch das Haus in die Zimmer geht und von dort ins nächste usw., sie ihre Arbeit an den Mädchen verrichtet, man ihr Gesicht dabei sieht und man erahnen kann, was in ihr vorgeht, so ist dies wirklich perfekt in Szene gesetzt. Hierbei tragen auch die sehr gute Kameraführung inkl. diverser Kamera-Perspektiven und auch die absolut geniale Filmmusik von PAUL E. FRANCIS dazu bei, die grandiose Atmosphäre hervorragend zu unterstützen. Die britischen Filmemacher wußten ganz genau, was sie wollten und sie haben es erreicht. Desweiteren sind alle Darstellerleistungen einfach phänomenal und wirken total glaubhaft.


Angel sieht und weiß um das Leid der Mädchen, hat verständlicherweise selbst Angst

Rosie Day, ist Angel und sie ist unglaublich intensiv in ihrem Part, so das man mit ihr mitfühlt und am liebsten eigenhändig den menschlichen skrupellosen Abschaum des Hauses zur Hölle schicken will. Und das muß man sich mal vorstellen; Ausgebildete und im Kampf erprobte Söldner gegen ein zierliches Mädchen, das auch noch taubstumm ist. Zum Zeitpunkt der Entstehung des Films, war Rosie Day tatsächlich noch 17 Jahre alt und ist für die Rolle sehr gut ausgesucht worden. Ein junges weibliches Talent, von dem man noch in Zukunft aller wahrscheinlichkeit nach noch mehr sehen und hören wird.


Victor

Kevin Howarth ist Viktor. Trotz seines skrupellosen Charakters scheint er für Angel gewisse Gefühle zu haben. Er behandelt sie soweit gut. Sie ist zwar unter Zwang in diesem Haus bei ihm, aber er schlägt sie nicht und misshandelt sie zumindest beim Sex ebenfalls nicht. Durch seine extreme miese Art wirkt er auf Angel eher bedrohlich. Er versucht sogar seine Gefühle ihr gegenüber irgendwie verständlich zu machen. Er redet mit ihr, versucht ihr begreiflich zu machen, was er für sie empfindet. Aber ob er sie nur ausnutzen will und Angel ihn tatsächlich verstehen kann bleibt fraglich. Als später die Jagd auf Angel eröffnet wird, so ist dies Viktor eher gar nicht recht, denn es ist sein Haus, "seine Mädchen". Klasse Darstellung dieses Schauspielers.

Sean Pertwee ist Goran. Ein Schauspieler dessen Gesicht dem einen oder anderen in diversen Filmen mit sicherheit schon unter gekommen ist. Goran ist ein Söldner, der für sein Land kämpft und einen Krieg führt, der inzwischen unmenschliche Ausmaße angenommen hat. Die allgemeine Verrohung Goran's und seiner Söldner sind nur allzu deutlich erkennbar. Als einer der Söldner mehr oder weniger sich über Vanya hermacht und sie beim Sex schlägt usw., ist auch für Angel das Maß voll und sie beginnt nun ihrerseits gewalttätig zu werden. Goran, der ja inzwischen eh nix anderes mehr gewohnt ist, nimmt diese Herausforderung an und setzt alles daran Angel ins Jenseits zu befördern. Ebenfalls klasse Darbietung dieses Darstellers.



gefesselt, missbraucht, misshandelt

Ferner vermeidet es der Film, die sexuellen Gewalttätigkeiten an den jungen Mädchen direkt zu zeigen. Aber man kann es sehr gut erahnen, was in den Zimmern so vor sich geht. Das laute Wimmern und die teilweisen Schreie der gepeinigten und missbrauchten Mädchen reichen hier vollkommen aus und dürften Bände sprechen. Auf der anderen Seite gibt denoch überraschende extrem blutige Gewalttätigkeiten zu sehen, die man wohl in der Art und weise nicht so erwartet hätte. Diese sind weder selbstzweckhaft noch als spekulativ einzuordnen, aber sie sind äußerst realistisch und brutal anzusehen! Angel muß sich nun gegen die Söldner wehren, bzw. auch vor ihnen flüchten. Dabei mutiert sie nicht zu einer Kampfamazone, wie es meistens in anderen Filmen eher unglaubwürdig gezeigt wird. Sie bleibt sie selbst und versucht mit ihren Möglichkeiten zu überleben. Es ist einfach nur große klasse, wie es im Film hier umgesetzt gesetzt wurde. Nichts wirkt widersprüchlich oder gar übertrieben und auch darin liegt die große Stärke dieses fast schon kleinen Meisterwerkes.

Fazit:
Ein Film und ein Drama, das mit seiner ausgezeichneten düsteren glaubwürdigen Atmosphäre, seiner überaus professionellen realistischen und intensiven Inszenierung eigentlich niemanden kalt lassen dürfte. Ein Drama, das im Grunde genommen noch lange nachwirken sollte. Der Film überzeugt mich nach wievor und ist einfach nur der HAMMER! Ein absoluter Geheimtipp! Eine wahre Filmperle. Es ist auch definitv kein Film, den man sich einfach mal so nebenbei anschauen kann. Hier muß man schon intensiv dabei sein!

Es gab/gibt A SERBIAN FILM & LEBEN UND TOD EINER PORNOBANDE, aber es gibt auch THE SEASONING HOUSE. Alle drei Filme handeln mehr oder weniger vom Balkankonflikt bzw. dessen Nach- und Auswirkungen in der Nachkriegszeit. ASF und Seasoning House handeln von Frauen als Ware, die man nach Gebrauch einfach entsorgt, wenn diese ausgedient haben. Ich will nun keinen der beiden Filme gegeneinander stellen oder irgendeinen auf- und abwerten, aber wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, so ist mir THE SEASONING HOUSE näher gegangen.



Das schöne Mediabook

In dem Heftchen innerhalb des Mediabooks ist zu lesen, das mit dem Film THE SEASONING HOUSE eine eher lose Kriegstrilogie in neuem Maßstab eröffnet worden ist. Na,...dann darf man echt gespannt sein, was als nächstes kommt. Ob Ausleihe oder Kauf eurerseits, aber eine 100%ige Sehempfehlung meinerseits! Sehr lobenswert war es auch, das die FSK überraschenderweise den Film nur mit einer 18er Freigabe davon kommen ließ, zumal er uncut ist.

Für mich ganz klare
10/10 taubstummen Kriegswaisen ro7  vdcd  
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Re: THE SEASONING HOUSE (GB 2012)

Beitrag von Angel am Fr 2 Dez - 8:09

Der Film reizt mich ja auch schon lange. Wird Zeit, dass ich ihn mir mal anschaue

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Re: THE SEASONING HOUSE (GB 2012)

Beitrag von Fynn am Fr 8 Jun - 19:03

Gestern habe ich "The Seasoning House" gesehen und wusste schon gar nicht mehr, worum
es da geht. Ein Freund war abends noch vorbei gekommen und hatte sich den gekauft. Mir
kam der Titel entfernt bekannt vor, aber wirklich was anfangen konnte ich nicht damit, -
bis ich dann bei der OFDB gemerkt hab, das der Graf hier eine Rezi geschrieben hat !

Na ja, da die ja schon so prima war und man dort alles über den Inhalt lesen konnte,
werde ich jetzt nicht nochmal anfangen die ganze Geschichte zu erzählen....steht ja oben...

Über die Handlung brauch ich nicht mehr viel Worte verlieren, ist ja seitens des Grafen alles bereits geschehen. Der Film hatte mich ansich auch gar nicht so sehr interessiert, es war gestern wohl eher noch ein Zufall, das es dazu kam das ich den gesehen habe. Allerdings ist dieser Zufall lobenswert und, wie der Graf schon sagte, der Film eine 100%ige Empfehlung wert !

Die Darsteller machen einen guten Job und der Film ansich hat eher einen schmutzigen Look, was ihn aber glaubwürdig macht. Superstars benötigt dieser Film auch gar nicht, das Drehbuch dagegen ist phantastisch und geht teilweise extrem drastisch zur Sache, wenn es um Gewalt geht. All das macht den Film nicht zu einem Familienerlebnis, soll es aber auch gar nicht. Der Film ist ziemlich schnörkellos in Szene gesetzt worden, mit einem interessanten Thema und guten Darstellern. Und wirklich einer ziemlich heftigen Portion an Gewalt und Rohheit.

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Re: THE SEASONING HOUSE (GB 2012)

Beitrag von TomHorn76 am Fr 8 Jun - 19:10

Ja, der ist wirklich gut, auch wenn er gegen Ende etwas sehr ins unglaubwürdige abgleitet. Wieso steht der eigentlich unter "Dramen"? Das ist doch ein (exploitativer) Thriller, der meist ja sogar als Horror-Thriller (wahrscheinlich wegen der unwirklichen Atmosphäre des Bordells und seiner eher phantastisch anmutenden Story-Entwicklung) geführt wird.
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Re: THE SEASONING HOUSE (GB 2012)

Beitrag von Fynn am Fr 8 Jun - 22:06

TomHorn76 schrieb: Wieso steht der eigentlich unter "Dramen"? Das ist doch ein (exploitativer) Thriller, der meist ja sogar als Horror-Thriller (wahrscheinlich wegen der unwirklichen Atmosphäre des Bordells und seiner eher phantastisch anmutenden Story-Entwicklung) geführt wird.
Wieso der hier steht musst Du den Grafen fragen, der hat ihn ja erstmals hierher gestellt. Ich würde ihn allerdings auch eher als Drama und weniger als Horrorfilm einstufen, aber vllt sieht das jeder anders.

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Re: THE SEASONING HOUSE (GB 2012)

Beitrag von TomHorn76 am Fr 8 Jun - 22:40

Fynn schrieb:
TomHorn76 schrieb: Wieso steht der eigentlich unter "Dramen"? Das ist doch ein (exploitativer) Thriller, der meist ja sogar als Horror-Thriller (wahrscheinlich wegen der unwirklichen Atmosphäre des Bordells und seiner eher phantastisch anmutenden Story-Entwicklung) geführt wird.
Wieso der hier steht musst Du den Grafen fragen, der hat ihn ja erstmals hierher gestellt. Ich würde ihn allerdings auch eher als Drama und weniger als Horrorfilm einstufen, aber vllt sieht das jeder anders.

Naja, er fängt wie ein Kriegsdrama an, entwickelt sich dann aber zu einem heftigen Exploiter. Spätestens wenn sie am Ende Sean Pertwee in der Fabrik fertig macht, sind wir ja ganz klar weit vom Kriegs-Waisen-Drama entfernt. Aber sei's drum, auf jeden Fall ein gleichsam spannender und brutaler Reißer.
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Re: THE SEASONING HOUSE (GB 2012)

Beitrag von Fynn am Sa 9 Jun - 9:05

TomHorn76 schrieb:Ja, der ist wirklich gut, auch wenn er gegen Ende etwas sehr ins unglaubwürdige abgleitet.
Was kam Dir so unglaubwürdig vor ? War hier weniger mein Eindruck, was ich auch gut fand.

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Re: THE SEASONING HOUSE (GB 2012)

Beitrag von TomHorn76 am Sa 9 Jun - 13:35

Fynn schrieb:
TomHorn76 schrieb:Ja, der ist wirklich gut, auch wenn er gegen Ende etwas sehr ins unglaubwürdige abgleitet.
Was kam Dir so unglaubwürdig vor ? War hier weniger mein Eindruck, was ich auch gut fand.

Das kleine Mädchen wird zum übermenschlichen Todesengel? Naja, das ist dann doch ein bisschen weit hergeholt. Wie gesagt, für mich ist das ein verdammt guter Exploiter, der gerade anfangs sehr atmosphärisch ist und überdurchschnittliche Figurenzeichnungen bietet, aber mich im Verlauf auch immer mal wieder nicht von ungefähr an Cravens DAS HAUS DER VERGESSENEN erinnert. Ein guter Film und sehr spannend, ja, aber sicherlich kein ernstzunehmendes Nachkriegs-Drama.
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Re: THE SEASONING HOUSE (GB 2012)

Beitrag von Fynn am So 10 Jun - 7:21

Fynn schrieb: Was kam Dir so unglaubwürdig vor ? War hier weniger mein Eindruck, was ich auch gut fand.

TomHorn76 schrieb:Das kleine Mädchen wird zum übermenschlichen Todesengel? Naja, das ist dann doch ein bisschen weit hergeholt.
na ja, sie hat am Beispiel ihrer Freundin gesehen und mitbekommen WIE brutal diese Typen sind und vorgehen. Da ist natürlich eine Menge Wut in ihr und auch die Angst selbst so zu enden. Es gibt ja auch real diese Vorfälle wo eine Mutter ihr kleines Kind unter einem Lastwagen sieht, hinrennt, den Laster einen halben Meter hochhebt und das Kind darunter wegzieht. Das mag selten vorkommen, aber ich halte es durchaus für real, - auch wenn es unwahrscheinlich anmuten lässt.

TomHorn76 schrieb: Wie gesagt, für mich ist das ein verdammt guter Exploiter, der gerade anfangs sehr atmosphärisch ist und überdurchschnittliche Figurenzeichnungen bietet, aber mich im Verlauf auch immer mal wieder nicht von ungefähr an Cravens DAS HAUS DER VERGESSENEN erinnert. Ein guter Film und sehr spannend, ja, aber sicherlich kein ernstzunehmendes Nachkriegs-Drama.
Die Zeichnung der Figuren war wirklich sehr gut, finde ich auch und natürlich hat da einiges an Cravens DAS HAUS DER VERGESSENEN erinnert. Ich glaube, die Kriegsszenen hat man in diesem Falle nur ein wenig "benutzt" um die Geschichte mit dem Haus zu erklären, denn vermutlich braucht es ja keinen Krieg für ein paar ähnlich gestrickte Typen so ein Haus zu leiten. Aber beeindruckend fand ich das Ganze schon.

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Re: THE SEASONING HOUSE (GB 2012)

Beitrag von TomHorn76 am So 10 Jun - 13:43

Fynn schrieb:
Fynn schrieb: Was kam Dir so unglaubwürdig vor ? War hier weniger mein Eindruck, was ich auch gut fand.

TomHorn76 schrieb:Das kleine Mädchen wird zum übermenschlichen Todesengel? Naja, das ist dann doch ein bisschen weit hergeholt.
na ja, sie hat am Beispiel ihrer Freundin gesehen und mitbekommen WIE brutal diese Typen sind und vorgehen. Da ist natürlich eine Menge Wut in ihr und auch die Angst selbst so zu enden. Es gibt ja auch real diese Vorfälle wo eine Mutter ihr kleines Kind unter einem Lastwagen sieht, hinrennt, den Laster einen halben Meter hochhebt und das Kind darunter wegzieht. Das mag selten vorkommen, aber ich halte es durchaus für real, - auch wenn es unwahrscheinlich anmuten lässt.

Eine Mutter, die ihr Kind in Not sieht, ist in dem Moment vielleicht schmerzbefreit, mutiert dann aber nicht zur Wonder Woman. Die Kleine im Film ist aber im ganzen letzten Drittel so, nicht nur für einen Moment, gelle...

Fynn schrieb:
TomHorn76 schrieb: Wie gesagt, für mich ist das ein verdammt guter Exploiter, der gerade anfangs sehr atmosphärisch ist und überdurchschnittliche Figurenzeichnungen bietet, aber mich im Verlauf auch immer mal wieder nicht von ungefähr an Cravens DAS HAUS DER VERGESSENEN erinnert. Ein guter Film und sehr spannend, ja, aber sicherlich kein ernstzunehmendes Nachkriegs-Drama.
Die Zeichnung der Figuren war wirklich sehr gut, finde ich auch und natürlich hat da einiges an Cravens DAS HAUS DER VERGESSENEN erinnert. Ich glaube, die Kriegsszenen hat man in diesem Falle nur ein wenig "benutzt" um die Geschichte mit dem Haus zu erklären, denn vermutlich braucht es ja keinen Krieg für ein paar ähnlich gestrickte Typen so ein Haus zu leiten. Aber beeindruckend fand ich das Ganze schon.

Natürlich macht sie eine Wandlung durch, um sich als feministische Rächerin über ihre Peiniger zu erheben, aber ein realistisches Szenario ist das ja nun nicht. Also spätestens mit der Flucht, bzw. kurz davor beginnt der Revenge-Part der Story. Es ist schon im Grunde so etwas wie ein Rape'n'Revenge-Film, aber ein überaus gut erzählter und gespielter. Der Film wurde ja nicht umsonst auf den entsprechenden Festivals wie FrightFest, Screamfest und dem Mile High Horror Festival gezeigt und dort mit Preisen ausgezeichnet. Der spricht schon sehr direkt ein Genre-Publikum an.
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Re: THE SEASONING HOUSE (GB 2012)

Beitrag von Fynn am So 10 Jun - 17:36

TomHorn76 schrieb: Eine Mutter, die ihr Kind in Not sieht, ist in dem Moment vielleicht schmerzbefreit, mutiert dann aber nicht zur Wonder Woman. Die Kleine im Film ist aber im ganzen letzten Drittel so, nicht nur für einen Moment, gelle...
verstehe ich jetzt nicht ganz wie Du das meinst....glaubst Du eher nicht, das es das gibt ?    scratch

TomHorn76 schrieb: Natürlich macht sie eine Wandlung durch, um sich als feministische Rächerin über ihre Peiniger zu erheben, aber ein realistisches Szenario ist das ja nun nicht. Also spätestens mit der Flucht, bzw. kurz davor beginnt der Revenge-Part der Story. Es ist schon im Grunde so etwas wie ein Rape'n'Revenge-Film, aber ein überaus gut erzählter und gespielter. Der Film wurde ja nicht umsonst auf den entsprechenden Festivals wie FrightFest, Screamfest und dem Mile High Horror Festival gezeigt und dort mit Preisen ausgezeichnet. Der spricht schon sehr direkt ein Genre-Publikum an.
Ja, das mit der feministischen Rächerin und dem Rape'n'Revenge Movie kann ich schon auch noch so sehen. Auf einem Horror Festival
hätte ich dann aber doch was anderes erwartet, - auch wenn das Gezeigte natürlich schlimm genug ist.

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Re: THE SEASONING HOUSE (GB 2012)

Beitrag von TomHorn76 am So 10 Jun - 18:24

Fynn schrieb:
TomHorn76 schrieb: Eine Mutter, die ihr Kind in Not sieht, ist in dem Moment vielleicht schmerzbefreit, mutiert dann aber nicht zur Wonder Woman. Die Kleine im Film ist aber im ganzen letzten Drittel so, nicht nur für einen Moment, gelle...
verstehe ich jetzt nicht ganz wie Du das meinst....glaubst Du eher nicht, das es das gibt ?    scratch

Ich meinte damit, dass eine Mutter, die ihr Kind unter einem Auto festgeklemmt sieht, nur für den Moment scheinbar übermenschliche Kräfte entwickelt, die Kleine in THE SEASONING HOUSE ja aber für das gesamte letzte Drittel zur unmenschlichen Rächerin wird. Ich meinte halt nur damit, dass der Vergleich hinkt...

Fynn schrieb:
TomHorn76 schrieb: Natürlich macht sie eine Wandlung durch, um sich als feministische Rächerin über ihre Peiniger zu erheben, aber ein realistisches Szenario ist das ja nun nicht. Also spätestens mit der Flucht, bzw. kurz davor beginnt der Revenge-Part der Story. Es ist schon im Grunde so etwas wie ein Rape'n'Revenge-Film, aber ein überaus gut erzählter und gespielter. Der Film wurde ja nicht umsonst auf den entsprechenden Festivals wie FrightFest, Screamfest und dem Mile High Horror Festival gezeigt und dort mit Preisen ausgezeichnet. Der spricht schon sehr direkt ein Genre-Publikum an.
Ja, das mit der feministischen Rächerin und dem Rape'n'Revenge Movie kann ich schon auch noch so sehen. Auf einem Horror Festival
hätte ich dann aber doch was anderes erwartet, - auch wenn das Gezeigte natürlich schlimm genug ist.

Der Film hat seinen guten Ruf halt aus dem Horror-Bereich und das ist halt auch das Publikum, dass er anzieht, was wohl auch von vornherein auch anvisiert war, denn ansonsten wäre er eben nicht auf dem FrightFest, sondern der Berlinale oder der Biennale in Venedig gelaufen, oder zumindest einem Independent-Film-Festival. Also hatte Regisseur Hyett, der ja danach im übrigen auch den Werwolf-Film HOWL gedreht hat und ansonsten als Make-up Artist und Special-Effects Macher unterwegs ist, wohl bei der Produktion des Films auch eher die Gorecrowd im Blick und kein Arthouse-Publikum. Ist natürlich schön, dass so ein guter Film dabei rumgekommen ist, aber für mich bleibt es halt ein Exploiter.
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Re: THE SEASONING HOUSE (GB 2012)

Beitrag von Fynn am So 10 Jun - 20:23

TomHorn76 schrieb: Ich meinte damit, dass eine Mutter, die ihr Kind unter einem Auto festgeklemmt sieht, nur für den Moment scheinbar übermenschliche Kräfte entwickelt, die Kleine in THE SEASONING HOUSE ja aber für das gesamte letzte Drittel zur unmenschlichen Rächerin wird. Ich meinte halt nur damit, dass der Vergleich hinkt...
ach so, verstehe...
TomHorn76 schrieb: Natürlich macht sie eine Wandlung durch, um sich als feministische Rächerin über ihre Peiniger zu erheben, aber ein realistisches Szenario ist das ja nun nicht. Also spätestens mit der Flucht, bzw. kurz davor beginnt der Revenge-Part der Story. Es ist schon im Grunde so etwas wie ein Rape'n'Revenge-Film, aber ein überaus gut erzählter und gespielter. Der Film wurde ja nicht umsonst auf den entsprechenden Festivals wie FrightFest, Screamfest und dem Mile High Horror Festival gezeigt und dort mit Preisen ausgezeichnet. Der spricht schon sehr direkt ein Genre-Publikum an.
Na ja, dieser Rape'n'Revenge Teil beginnt ja recht spät und als was auch immer die Leute den Film auf der Biennale oder auf dem FrightFest gesehen haben, ich hab zumindest nach der Rezension des Grafen oben keinen Horrorfilm im typischen Sinne erwartet und ihn auch nicht wirklich als solchen empfunden. Ich finde, der Film ist schwer einzuordnen in ein bestimmtes Genre. Das hätte ich vermutlich mit "HOSTEL" bekommen, aber den habe ich irgendwann ausgemacht, weil ich solche Filme wie "HOSTEL" nicht mag. Hier war das nicht der Fall.

TomHorn76 schrieb:Der Film hat seinen guten Ruf halt aus dem Horror-Bereich und das ist halt auch das Publikum, dass er anzieht, was wohl auch von vornherein auch anvisiert war, denn ansonsten wäre er eben nicht auf dem FrightFest, sondern der Berlinale oder der Biennale in Venedig gelaufen, oder zumindest einem Independent-Film-Festival. Also hatte Regisseur Hyett, der ja danach im übrigen auch den Werwolf-Film HOWL gedreht hat und ansonsten als Make-up Artist und Special-Effects Macher unterwegs ist, wohl bei der Produktion des Films auch eher die Gorecrowd im Blick und kein Arthouse-Publikum. Ist natürlich schön, dass so ein guter Film dabei rumgekommen ist, aber für mich bleibt es halt ein Exploiter.
HOWL habe ich auch, ist ein netter Film finde ich. Aber da ist es auch so, habe ich im privaten Kreis ebenso schon gemerkt das die Reaktionen eher unterschiedlich sind, - was ja auch okay ist. 12cvr

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Re: THE SEASONING HOUSE (GB 2012)

Beitrag von GrafKarnstein am So 10 Jun - 20:39

Ich bin erfreut und überrascht, das Du Fynn, Dich an diesen Film heran getraut hat  ro7  
Hätte ich jetzt nicht gedacht  xaz  .  r66g  

@Tom Horn
Hm  scratch  ,...in der Tat scheinst Du eine ganz andere Wahrnehmung bei diesem
Film gehabt zu haben. Ich frage mich aber nun aufgrund der inzwischen hier geäußerten
Eindrücke, wieso  scratch  Denn das hört sich nämlich genau nachdem an, was ich in
meiner Filmvorstellung definitiv verneint habe. Angel wird hier NICHT zu einer
Kampfamazone und schon gar nicht macht sie alle Söldner im Alleingang nieder. Das
kann ich wirklich nicht bestätigen und muss hier widersprechen. Ich will keinen jetzt hier
nicht mit aller Gewalt vom Gegenteil überzeugen, aber im Film bzw. die Handlung/Szenerien
nehmen hier einen anderen Verlauf, da es anders gelöst wird. Unglaubwürdig wäre es
widerum in der Tat gewesen, wenn Angel plötzlich aus heiterem Himmel in der Lage
gewesen wäre, alle ins Jenseits zu befördern und sich der Film somit von anderen ähnlich
thematisierten Stoffen kaum unterscheiden würde. Aber das bringt der Film hier gerade
nun mal nicht.

Und noch etwas zu Angel:
Angel kann im Grunde nur ein Söldner eigenhändig niedermachen. Dabei hatte sie den
großen Überraschungsmoment auf ihrer Seite, denn der Söldner war mit Vanya
beschäftigt und war nackt. Sie sticht ihn mit einem großen Messer von hinten in die Seite,
was derjenige weder ahnte noch kommen sah. Durch den hohen Blutverlust seinerseits
ist er geschwächt und wird im laufe des sehr blutigen Handgemenge immer schwächer,
so das es Angel gelingt noch ca. 3 mal auf ihn einzustechen. Der Sterbende kann nicht
verhindern das Angel wieder durch den Hohlraum entkommt und segnet das Zeitliche.
Die anderen Söldner machen nun Jagd auf Angel. Hier nimmt dann die Dramaturgie
einen ganz anderen Verlauf, als man es vorher vielleicht ahnte. Aber wie das ganze im
Endeffekt stattfindet usw.,...das haben die Filmemacher echt gut gelöst ro7  

Ach ja,... und den Film hier sehe ich in erster Linie als ein sehr krasses Drama an, mit
einer ordentlichen Portion Gewalt-Thriller.
e4du

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Re: THE SEASONING HOUSE (GB 2012)

Beitrag von Fynn am So 10 Jun - 21:19

GrafKarnstein schrieb:Ich bin erfreut und überrascht, das Du Fynn, Dich an diesen Film heran getraut hat  ro7  
Hätte ich jetzt nicht gedacht  xaz  .  r66g  
das war jetzt wohl sowas wie ein..."Zufall"...oder so. Der Titel kam mir ja irgendwie bekannt vor, aber ich konnte es nicht einordnen und dann habe ich später bei der OFDB nachgesehen und etwas erstaunt festgestellt das wir hier sogar eine Rezi haben, - was ich nicht mehr wusste. Na ja, ist ja auch schon 2 Jahre her das Du das geschrieben hast.... 12cvr

GrafKarnstein schrieb: @Tom Horn
Hm  scratch  ,...in der Tat scheinst Du eine ganz andere Wahrnehmung bei diesem
Film gehabt zu haben. Ich frage mich aber nun aufgrund der inzwischen hier geäußerten
Eindrücke, wieso  scratch  Denn das hört sich nämlich genau nachdem an, was ich in
meiner Filmvorstellung definitiv verneint habe. Angel wird hier NICHT zu einer
Kampfamazone und schon gar nicht macht sie alle Söldner im Alleingang nieder. Das
kann ich wirklich nicht bestätigen und muss hier widersprechen. Ich will keinen jetzt hier
nicht mit aller Gewalt vom Gegenteil überzeugen, aber im Film bzw. die Handlung/Szenerien
nehmen hier einen anderen Verlauf, da es anders gelöst wird. Unglaubwürdig wäre es
widerum in der Tat gewesen, wenn Angel plötzlich aus heiterem Himmel in der Lage
gewesen wäre, alle ins Jenseits zu befördern und sich der Film somit von anderen ähnlich
thematisierten Stoffen kaum unterscheiden würde. Aber das bringt der Film hier gerade
nun mal nicht.  
Ja, das deckt sich mit dem, so wie ich den Film sehe auch viel mehr.
Ich sehe den Film nicht wirklich als Kriegs / oder Horrorfilm. Er fängt zwar während des
Balkankrieges an, aber nur um zu zeigen was danach aus diesen Frauen geworden ist.
Dabei sind sie in dieses titelgebende Haus geraten, wo sie von den Männern zu ihren
Zwecken gehalten worden sind.

GrafKarnstein schrieb: Und noch etwas zu Angel:
Angel kann im Grunde nur ein Söldner eigenhändig niedermachen. Dabei hatte sie den
großen Überraschungsmoment auf ihrer Seite, denn der Söldner war mit Vanya
beschäftigt und war nackt. Sie sticht ihn mit einem großen Messer von hinten in die Seite,
was derjenige weder ahnte noch kommen sah. Durch den hohen Blutverlust seinerseits
ist er geschwächt und wird im laufe des sehr blutigen Handgemenge immer schwächer,
so das es Angel gelingt noch ca. 3 mal auf ihn einzustechen. Der Sterbende kann nicht
verhindern das Angel wieder durch den Hohlraum entkommt und segnet das Zeitliche.
Die anderen Söldner machen nun Jagd auf Angel. Hier nimmt dann die Dramaturgie
einen ganz anderen Verlauf, als man es vorher vielleicht ahnte. Aber wie das ganze im
Endeffekt stattfindet usw.,...das haben die Filmemacher echt gut gelöst ro7  

Ach ja,... und den Film hier sehe ich in erster Linie als ein sehr krasses Drama an, mit
einer ordentlichen Portion Gewalt-Thriller.
e4du
Richtig. Und genau dadurch das sie jetzt NICHT 20 Leute oder mehr nieder
macht, bekommt das Ganze ja auch mehr Glaubwürdigkeit, - was mir gefallen hat !
Die Situation ANSICH ist für die Frauen natürlich blanker Horror, ohne Frage. Aber
als Zuschauer (!) hab ich es auch eher als Drama erlebt mit krassen Gewalteinschüben.

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Re: THE SEASONING HOUSE (GB 2012)

Beitrag von TomHorn76 am So 10 Jun - 23:02

Ich muss den wohl mal wieder schauen. Aber dass der Film für ein gewaltaffines Publikum produziert wurde, denke ich schon. Er legt ja auch viel Wert darauf, diese möglichst explizit zu zeigen, was dann Auswirkungen auf die Protagonistin hat. Und am Ende erfolgt eine Karthasis. Das ist hier weit geschickter inszeniert und auch bedrückender erzählt als in anderen Filmen, folgt aber formal doch dem Muster anderer Rape'n'Revenge-Streifen. Angel wird zwar nicht zum Rache-Engel stilisiert (auch wenn ihr Name da schon ziemlich wenig Interpretationsspielraum lässt), der Film bleibt schon im weitesten Sinne "down to earth", auch wenn ich es am Ende doch etwas übertrieben finde, wie sie im Haus alle auszutricksen vermag, aber da mag mich meine Erinnerung auch täuschen. Ich halte ihn halt doch für einen Genre- und keinen Arthouse-Film, dafür ist er zu sehr auf den Punkt, spannungserzeugend, inszeniert.
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