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"Auslöschung" ( Annihilation, Großbritannien, USA, 2018 )

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"Auslöschung" ( Annihilation, Großbritannien, USA, 2018 )

Beitrag von Fynn am Di 13 März 2018 - 10:55

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Soldat Kane schien seit über einem Jahr spurlos verschwunden und somit tot. Seine Frau, die Wissenschaftlerin und Dozentin Jane, die sich in ihrer Trauer aber bereits mit dem Gedanken der Witwenschaft abgefunden hat, staunt nicht schlecht als Kane eines Tages bei ihr im Zimmer steht. Äußerst verwirrt und Blut spuckend bricht er einige Zeit darauf in sich zusammen. Es stellt sich heraus das Kane mit einigen anderen zusammen in „Area X“ war, einer Gegend in der äußerst seltsame Naturereignisse stattfanden. Und bisher ist keiner aus „Area X“ lebend zurückgekehrt. Als sie sich schließlich einer Expedition mit weiteren Frauen anschließt um zu erkunden, was in dem Gebiet passiert sein könnte muss sie schnell erkennen, das hier zwar Leben möglich ist, aber kein Über-Leben und Dinge geschehen die den menschlichen Geist bei weitem übersteigt und diesen fast wie ein Krebsgeschwür auf selbstverständliche Art zerfrisst.

Vor drei Jahren bereits hat Alex Garland’s intelligent gemachter SF/Thriller „Ex - Machina“ Wellen geschlagen. Heute schlägt er erneut zu, über den Streaming Riesen „Netflix“, mit seinem neuesten Film „Auslöschung“, der Teil 1 der sogenannten „Southern Reach Trilogie“. Desweiteren gehören noch die Bände 2 ( „Akzeptanz“ und 3 „Autorithät“, ebenfalls alle von Jeff VanderMeer  dazu.

Inhaltlich ist der Film enorm spannend gemacht. Man mag zwar hier und da denken das man dies und das schon mal gesehen hat, aber letztlich führt einen der Film in eine komplett andere Richtung, eine, die man mit ziemlicher Sicherheit so noch nie gesehen hat. Kameramann Rob Hardy entlässt den Zuschauer teils in eine wahre Flut voller wunderschöner Bilder, die zwischen Science Fiction und Drogenrausch, Urwald und Urgewalten stattfinden. Und mittendrin eine Handvoll begabter Darsteller wie Natalie Portman, Jennifer Jason Leigh und Oscar Isaac, die allesamt wirklich hervorragend spielen und auch bestens für ihre Rollen besetzt sind.

Es ist jedoch auch schwer „Auslöschung“ als reines Sciene Fiction Movie zu betrachten. Ebenso wie für viele vielleicht Stanley Kubrick’s „2001“ kein herkömmlicher Science Fiction Streifen sein mag, - ohne da jetzt Vergleiche ziehen zu wollen. „Auslöschung“ bietet durchaus auch Action Sequenzen und - leider – sind da – in meinen Augen, einige CGI Tricks nicht ganz so perfekt wie sie es heute hätten vielleicht hätten sein können. Da das im fast 2 Stunden langen Film aber doch nicht so sehr viel Raum einnimmt und andere Dinge hier wesentlich wichtiger sind und diese Effekte meist auch nie sehr lang sind, ist es durchaus verzeihlich.

Im Grunde gesehen kann man sagen ist „Auslöschung“ schon jetzt der SF Film des noch relativ jungen Jahres und sollte erst einmal übertroffen werden. Alex Garland versteht sein Handwerk, das hat er schon mit „Ex – Machina“ bewiesen, wo ihm das Drehbuch ganz offensichtlich auch sehr am Herzen gelegen hat. Hier hat er es ebenfalls gleich selbst geschrieben. Volltreffer !  9/10

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Re: "Auslöschung" ( Annihilation, Großbritannien, USA, 2018 )

Beitrag von TomHorn76 am Di 13 März 2018 - 12:52

Auf den bin ich auch schon gespannt, vielleicht komme ich ja heute noch dazu, ihn zu sichten. Aber was ich nicht verstehe, warum sollte man denken, dass "2001" kein herkömmlicher Science-Fiction-Film ist? Der ist doch der Prototyp einer gelungenen Sci-Fi-Geschichte, die durch kaum etwas Genre-fremdes verwässert wird, und dazu noch sehr ernst aufbereitet, selbst hinterfragt wird, und dann noch ungewiss endet. Der Film beinhaltet wirklich alles, was Science Fiction ausmacht, in einer Qualität, einer Ernsthaftigkeit, die filmisch ihresgleichen sucht. Für mich einer der wenigen "reinen", großen Sci-Fi-Filme.
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Re: "Auslöschung" ( Annihilation, Großbritannien, USA, 2018 )

Beitrag von Fynn am Di 13 März 2018 - 13:25

TomHorn76 schrieb: Aber was ich nicht verstehe, warum sollte man denken, dass "2001" kein herkömmlicher Science-Fiction-Film ist? Der ist doch der Prototyp einer gelungenen Sci-Fi-Geschichte, die durch kaum etwas Genre-fremdes verwässert wird, und dazu noch sehr ernst aufbereitet, selbst hinterfragt wird, und dann noch ungewiss endet. Der Film beinhaltet wirklich alles, was Science Fiction ausmacht, in einer Qualität, einer Ernsthaftigkeit, die filmisch ihresgleichen sucht. Für mich einer der wenigen "reinen", großen Sci-Fi-Filme.
Genau aus diesen Gründen. Natürlich IST er ein reinrassiger SF Film, aber eben nicht im Sinne eines..."Planet der Vampire" vllt, oder "Gesandter des Grauens", oder meinetwegen "Die erste Fahrt zum Mond". "2001" ist ja eine lupenreine und auch sehr ernsthafte Betrachtungsweise der Menschheitsgeschichte, - aus meiner Sicht, - während die meisten anderen, oder nahezu alle, eigentlich meist eine unterhaltsame Geschichte erzählen wollen. Sicherlich kann man auch die alle anders interpretieren, aber man kann - finde ich, "2001" schwer als reinen "Unterhaltungsfilm" abtun, das funktioniert m.M. nach weniger.

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Re: "Auslöschung" ( Annihilation, Großbritannien, USA, 2018 )

Beitrag von TomHorn76 am Di 13 März 2018 - 14:14

Fynn schrieb:
TomHorn76 schrieb: Aber was ich nicht verstehe, warum sollte man denken, dass "2001" kein herkömmlicher Science-Fiction-Film ist? Der ist doch der Prototyp einer gelungenen Sci-Fi-Geschichte, die durch kaum etwas Genre-fremdes verwässert wird, und dazu noch sehr ernst aufbereitet, selbst hinterfragt wird, und dann noch ungewiss endet. Der Film beinhaltet wirklich alles, was Science Fiction ausmacht, in einer Qualität, einer Ernsthaftigkeit, die filmisch ihresgleichen sucht. Für mich einer der wenigen "reinen", großen Sci-Fi-Filme.
Genau aus diesen Gründen. Natürlich IST er ein reinrassiger SF Film, aber eben nicht im Sinne eines..."Planet der Vampire" vllt, oder "Gesandter des Grauens", oder meinetwegen "Die erste Fahrt zum Mond". "2001" ist ja eine lupenreine und auch sehr ernsthafte Betrachtungsweise der Menschheitsgeschichte, - aus meiner Sicht, - während die meisten anderen, oder nahezu alle, eigentlich meist eine unterhaltsame Geschichte erzählen wollen. Sicherlich kann man auch die alle anders interpretieren, aber man kann - finde ich, "2001" schwer als reinen "Unterhaltungsfilm" abtun, das funktioniert m.M. nach weniger.

PLANET DER VAMPIRE ist ja auch ein fast reinrassiger Horrorfilm, bei dem das Sci-Fi nur Setting ist. Die Geschichte könnte ja auch auf der Erde und im Mittelalter spielen. Das hat mit Science Fiction nun nicht viel am Hut. Sci-Fi, das sind Filme wie DER TAG AN DEM DIE ERDE STILLSTAND, KRIEG DER WELTEN oder DIE SECHS VERDÄCHTIGEN (um mal auf der Erde zu bleiben). Die Genre-Bastarde bemühen vielleicht ein Sci-Fi-Szenario, zählen aber meist eindeutig zum Horror und auch zur Fantastik, dem genauen Gegenteil von Science Fiction.
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Re: "Auslöschung" ( Annihilation, Großbritannien, USA, 2018 )

Beitrag von Fynn am Di 13 März 2018 - 14:55

TomHorn76 schrieb: PLANET DER VAMPIRE ist ja auch ein fast reinrassiger Horrorfilm, bei dem das Sci-Fi nur Setting ist. Die Geschichte könnte ja auch auf der Erde und im Mittelalter spielen. Das hat mit Science Fiction nun nicht viel am Hut. Sci-Fi, das sind Filme wie DER TAG AN DEM DIE ERDE STILLSTAND, KRIEG DER WELTEN oder DIE SECHS VERDÄCHTIGEN (um mal auf der Erde zu bleiben). Die Genre-Bastarde bemühen vielleicht ein Sci-Fi-Szenario, zählen aber meist eindeutig zum Horror und auch zur Fantastik, dem genauen Gegenteil von Science Fiction.
Okay. Aber alle Deine Beispiele unterscheiden sich natürlich immer noch insofern von "2001" als das dieser ja nicht den üblichen Mainstream bedient, dafür aber eine glaubwürdigere Geschichte präsentiert als alle 3 genannten. "DER TAG AN DEM DIE ERDE STILLSTAND" gehört zwar zu meinen Lieblingsfilmen, aber dennoch würde ich das ganze Geschehen dort eher in den Bereich des SF schieben als bei "2001". Der ist ja auch insofern schon sehr ungewöhnlich als das er sich klassischer Musik bedient in den Eingangsszenen, welche ja ohnehin schon in keinem anderen SF Film so vorkommen.

Mein absoluter SF Lieblingsfilm ist übrigens "Die Dämonischen"/bzw. "Die Körperfresser kommen", je nach Laune und Gemütslage. Aber ich glaube das auch das in keinem Vergleich zu "2001" stehen kann, da er letztlich auch nur eine "was wäre wenn...Geschichte" erzählt.

Oder anders gesagt : "2001" eignet sich nicht wirklich als reiner Unterhaltungsfilm. Im Gegensatz zu vielen anderen, die man auch mal nebenbei und nur zur Unterhaltung gucken kann.

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Re: "Auslöschung" ( Annihilation, Großbritannien, USA, 2018 )

Beitrag von TomHorn76 am Di 13 März 2018 - 16:53

Ob Sci-Fi oder nicht Sci-Fi hat doch nichts damit zu tun, ob es jetzt Mainstream oder Unterhaltungsfilm ist. Das sind doch zwei paar Schuhe. Und 2001 erzählt natürlich auch eine "was wäre wenn..."-Geschichte, nur das zusätzlich noch philosophische Standpunkte mit einfließen, was ja auch in der Sci-Fi-Literatur nun überhaupt keine Seltenheit ist, sondern in dem Genre gängig (lies mal Asimov oder Dick). Im Film ist es schon so, dass es häufig auf die Unterhaltung heruntergebrochen wird, aber das liegt ja am Medium und nicht am Genre.

Und nehmen wir dann mal als Beispiel THX 1138; reine Science Fiction, aber auch als Unterhaltungsfilm eher schwer zugänglich. Das eine schließt das andere nicht aus.
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Re: "Auslöschung" ( Annihilation, Großbritannien, USA, 2018 )

Beitrag von Fynn am Di 13 März 2018 - 17:55

TomHorn76 schrieb: Und nehmen wir dann mal als Beispiel THX 1138; reine Science Fiction, aber auch als Unterhaltungsfilm eher schwer zugänglich. Das eine schließt das andere nicht aus.
Eigentlich ein gutes Beispiel für das was ich meine. Denn im Gegensatz zu "2001" lässt sich hier alles noch alles noch recht gut nachverfolgen, - finde ich. "2001" finde ich wesentlich komplexer in Inhalt und auch Bild, - ohne jetzt etwas gegen "THX 1138" sagen zu wollen, denn das kann man ja gar nicht, der ist schon ziemlich gut.

Aber das ist doch eine ganz andere Art von Film als die bereits oben von mir genannten. ( "Die erste Fahrt zum Mond" usw., oder findest Du nicht auch ? ) Film ist ja, - zwangsläufig - immer auch ein stückweit Unterhaltung, denke ich. Und ich glaube als rein solches (!) funktioniert "2001" weniger.

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Re: "Auslöschung" ( Annihilation, Großbritannien, USA, 2018 )

Beitrag von TomHorn76 am Di 13 März 2018 - 18:01

Ja, aber das hat ja jetzt nichts damit zu tun, dass es Science Fiction ist. Es gibt auch ganz schwer verdauliche, experimentelle Sci-Fi-Filme, wie etwa AM ENDE DES ROLLFELDS. Das ist und bleibt Science Fiction, ob nun als Unterhaltungsfilm oder nicht. Science Fiction muss nicht unterhalten, das ist gar nicht der hauptsächliche Anspruch. Es ist der Anspruch eines Unterhaltungsfilms, und der kann in jeglichem Genre Ausdruck finden.
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Re: "Auslöschung" ( Annihilation, Großbritannien, USA, 2018 )

Beitrag von Fynn am Di 13 März 2018 - 20:59

TomHorn76 schrieb: Science Fiction muss nicht unterhalten, das ist gar nicht der hauptsächliche Anspruch. Es ist der Anspruch eines Unterhaltungsfilms, und der kann in jeglichem Genre Ausdruck finden.
Bist Du denn nicht der Meinung das Film (also allgemein) grundsätzlich auch unterhalten muss ? Ich meine, wenn ein Film sein Publikum nicht unterhält, - auf welche Weise auch immer, dann ist er doch letztlich zu nichts gut. Natürlich muss der Regisseur sich immer ausdrücken können und sogesehen schafft er natürlich (s)eine Vision dieses Films, ein Kunstwerk. Aber wenn dies den Zuschauer nicht in gewisser Weise auch unterhält, dann ist doch Essig ! Dabei ist es doch egal ob der Regisseur Fassbinder oder Spielberg ist.  12cvr

AM ENDE DES ROLLFELDS kenne ich leider nicht. 12cvr

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Re: "Auslöschung" ( Annihilation, Großbritannien, USA, 2018 )

Beitrag von TomHorn76 am Di 13 März 2018 - 23:22

Fynn schrieb:
TomHorn76 schrieb: Science Fiction muss nicht unterhalten, das ist gar nicht der hauptsächliche Anspruch. Es ist der Anspruch eines Unterhaltungsfilms, und der kann in jeglichem Genre Ausdruck finden.
Bist Du denn nicht der Meinung das Film (also allgemein) grundsätzlich auch unterhalten muss ? Ich meine, wenn ein Film sein Publikum nicht unterhält, - auf welche Weise auch immer, dann ist er doch letztlich zu nichts gut. Natürlich muss der Regisseur sich immer ausdrücken können und sogesehen schafft er natürlich (s)eine Vision dieses Films, ein Kunstwerk. Aber wenn dies den Zuschauer nicht in gewisser Weise auch unterhält, dann ist doch Essig ! Dabei ist es doch egal ob der Regisseur Fassbinder oder Spielberg ist.  12cvr

AM ENDE DES ROLLFELDS kenne ich leider nicht.  12cvr

Nein, Film sollte Emotionen auslösen. Der muss nicht unbedingt unterhalten, er kann auch erschrecken & schockieren (was man ja auch der Unterhaltung zuordnen kann), er kann einen anekeln, antörnen, ermutigen oder deprimieren (ich schaue sehr gerne deprimierende Filme; ich liebe es z.B., wenn einem das Lachen im Halse stecken bleibt), und im besten Falle auch zum Nachdenken anregen. Und es kommt ja auch auf das eigene Empfinden an, denn mich selbst unterhalten Filme wie 2001 oder S.T.A.L.K.E.R. weit besser als die x-te Hollywood-Klamotte. Unterhaltung kann man ja simpel als Abwesenheit von Langeweile interpretieren. Und da hab ich dann lieber etwas interessantes und forderndes als ödes, anbiederndes und wiedergekäutes, um mich zu unterhalten. Ich finde auch die Filme von Godard, Truffaut oder Bunuel sehr unterhaltsam, obwohl sie großteils nach Deiner Definition wohl keine Unterhaltung darstellen.
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Re: "Auslöschung" ( Annihilation, Großbritannien, USA, 2018 )

Beitrag von Fynn am Mi 14 März 2018 - 9:54

TomHorn76 schrieb: Nein, Film sollte Emotionen auslösen. Der muss nicht unbedingt unterhalten, er kann auch erschrecken & schockieren (was man ja auch der Unterhaltung zuordnen kann), er kann einen anekeln, antörnen, ermutigen oder deprimieren (ich schaue sehr gerne deprimierende Filme; ich liebe es z.B., wenn einem das Lachen im Halse stecken bleibt), und im besten Falle auch zum Nachdenken anregen. Und es kommt ja auch auf das eigene Empfinden an, denn mich selbst unterhalten Filme wie 2001 oder S.T.A.L.K.E.R. weit besser als die x-te Hollywood-Klamotte. Unterhaltung kann man ja simpel als Abwesenheit von Langeweile interpretieren. Und da hab ich dann lieber etwas interessantes und forderndes als ödes, anbiederndes und wiedergekäutes, um mich zu unterhalten. Ich finde auch die Filme von Godard, Truffaut oder Bunuel sehr unterhaltsam, obwohl sie großteils nach Deiner Definition wohl keine Unterhaltung darstellen.
Ja, Filme sollten Emotionen auslösen, das sehe ich auch so, unbedingt sogar, denn sonst sind sie m.M. nach zu nichts gut. Da stimmen wir sicher überein. Und wenn sie bestenfalls auch noch zum Nachdenken anregen, umso besser. Von Godard, Truffaut oder Bunuel kenne ich zugegebenermaßen nicht sonderlich viel, allerdings immerhin Truffaud's "Der Wolfsjunge", den ich auch sehr gut fand. Die Story ist sehr anspruchsvoll, beruht zudem auf Tatsachen, ist brilliant umgesetzt und unterhält gleichermaßen. Dies ist aber z.B. etwas, was kein Fassbinder Film bei mir erreichen würde, weil mich die von vornherein nicht interessieren würden. Das mag auch nicht völlig vorurteilsfrei sei, aber wenn ich schon höre das mich deutsche Filme unterhalten sollen, dann gehen bei mir die Lichter aus, auch wenn das Thema interessant zu sein scheint...   xaz   da gibt es sicher auch positive Beispiele, aber wenige, finde ich.

Neben den Amerikanern verstehen es m.M. gerade in den letzten Jahren die nordischen Ländern wirklich zu unterhalten. Die amerikanische Unterhaltungsindustie verkommt, - m.M. nach - leider immer mehr, aber grundsätzlich verstehen sie ihr Handwerk da schon.

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Re: "Auslöschung" ( Annihilation, Großbritannien, USA, 2018 )

Beitrag von TomHorn76 am Do 15 März 2018 - 11:13

Gestern abend auch gesehen. Der Film ist bemüht, kommt aber an bspw. Villeneuves meisterhaften ARRIVAL in keinster Weise ran...

Mein Eindruck von gestern abend:
"Seltsame, auch recht dröge Mischung aus "Arrival" und "Die Körperfresser kommen". Optisch, konzeptionell bedingt, zuerst nicht sehr beeindruckend, entwickelt sich der Film trippig wie ein Mid-90s-Trance-Video, was sich in schimmernden Farben und Morphing-Effekten äußert. Der Film ist eine Parabel [es ist natürlich eine Allegorie und keine Parabel, aber es war spät gestern] auf einen Geist, der wegbricht, einer Persönlichkeit, die sich auflöst. Das ist stellenweise recht pfiffig, doch leider stehen die Spannungssequenzen für Garland zu sehr im Dienst der Sache und verfehlen so oftmals ihre Wirkung, was den Film an manchen Stellen zu einer Geduldsprüfung werden lässt. Wäre ich dafür ins Kino, hätte ich mich geärgert..."

Ergänzend würde ich jetzt noch hinzufügen, dass er etwas sehr aufgebauscht war. Er ist auch nicht so sehr verkopft wie z.B. 2001 oder ARRIVAL und er traut sich nicht, thematische Nebenkriegsplätze zu eröffnen, weswegen er mich ziemlich gelangweilt hat. 2 Stunden auf ein und demselben Thema rumzureiten, ist etwas eintönig. Und für 40 Millionen Dollar Budget war er optisch doch etwas enttäuschend. Das lag wohl auch daran, dass gerade der Bär und das Krokodil absichtlich nicht hundertprozentig real aussehen sollten (was aber auch erst im Endeffekt klar wird, was einem zu dem Zeitpunkt nichts nützt, da so etwas halt nicht rückwirkend funktioniert), denn die Entität hat sich über die Zeit an die sie umgebenden Organismen ja erst herangetastet (siehe die wurmartigen Gebilde im Bauch des Soldaten). Die Doppeldeutigkeit der horrormäßigen Schlusspointe fand ich ganz nett eingebracht. Und der Film lädt zum Nachdenken ein, was ich schätze. Allerdings ist er auch eine ganz schöne Geduldsprobe und stellenweise einschläfernd langweilig. Mehr als 5/10 sind von mir nicht drin.
Ach ja, und von der Netflix-Diskussion hat der Film nur profitiert, denn ich glaube nicht, dass der ansonsten in den USA so gut im Kino laufen würde. Rein wirtschaftlich haben die alles richtig gemacht (und Garland durfte ja auch so seinen Endschnitt behalten).
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Re: "Auslöschung" ( Annihilation, Großbritannien, USA, 2018 )

Beitrag von Fynn am Do 15 März 2018 - 14:25

Interessant...da sind wir ja wieder ganz unterschiedlicher Meinung !   e4du     Ich muss gestehen, mich beschäftigt der Film noch immer, auch wenn ich "Arrival" bisher nicht kenne. Aber Dennis Villeneuve ist ein interssanter Typ und, - entgegen gutem Glaubens, - hat mir sogar sein "Blade Runner 2049" gefallen, auch wenn er nicht unbedingt nötig gewesen wäre, finde ich. Das ich der Meinung war das einige CGI Effekte nicht besonders gut kommen, das hatte ich ja auch geschrieben, fand ich eher schade. Und das er nicht ganz so sehr "verkopft" war wie "2001", ja, ich glaube das ihm das in dem Fall auch gut getan hat, denn trotz der Action Szenen kann man ihn ja nicht als Action Spektakel bezeichnen, würde ich sagen. Meine Sorge wegen des diffusen Organismus/Nebels - oder was auch immer, war eher, das sich das nun in eine Art Richtung "Blob" bewegen könnte, aber dem war ja ganz und gar nicht so und im Grunde hätte ich das Alex Garland nach seinem wunderbaren "Ex-Machina" auch nicht mehr zugetraut. Nein, zugegeben, den hätte ich durchaus gern im Kino gesehen. Denn dort hab ich auch schon größeren Mist gesehen und "Auslöschung" bietet teils wirklich enorm schöne, aber auch verstörende Bilder. Das wär schon mal was !

Ich hab mich durchgehend nicht gelangweilt und irgend "zerfällt" der Film ja auch immer wieder und baut sich neu auf...zuerst die trauernde Witwe im normalen Leben, die Rückkehr des Soldaten, wo keiner weiss was los ist. Dann macht sie sich selbst auf um das Rätsel zu lösen und schließlich ist eben dieses, das zuerst noch einem 08/15 aussieht der Hammer schlechthin, wo Garland nochmal richtig in die Vollen langt. Sollte es Fortsetzungen geben, (Bücher gibt es ja 3) dann bin ich jetzt schon total gespannt und hoffe das Garland dann auch wieder dabei ist !

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Re: "Auslöschung" ( Annihilation, Großbritannien, USA, 2018 )

Beitrag von TomHorn76 am Do 15 März 2018 - 16:33

Ich kenne nun "Ex-Machina" noch nicht, aber will den schon lange nachholen. Meinetwegen hätte AUSLÖSCHUNG dann doch etwas tiefschürfender sein dürfen, denn das die Sci-Fi-Story nur stellvertretend für die Veränderung in ihr steht, ist ja ziemlich schnell klar. Deswegen ließ mein Interesse dafür auch schnell und stark nach, was mich an manchen Stellen an den Rande des wegknackens brachte. Und doch schaffte er es, dass ich mir auch direkt danach meine Gedanken darüber machte. Ich werde ihn mir irgendwann bestimmt ein zweites Mal zu Gemüte führen, aber gewiss nicht so schnell.
Das Ende hat mir auch gut gefallen,
Finale:
zum einen wegen des offensichtlichen Horror-Endes ala DIE KÖRPERFRESSER KOMMEN, aber auch weil es zum anderen die beiden Figuren gut gegenüber stellt, die zwar (rein äußerlich) noch dieselben sind, doch die mit der Person, die sie früher, auch füreinander waren, nicht mehr viel gemein haben. Es ist die gleiche Hülle, die gleichen Gene, es stecken wohl auch die selben Erinnerungen, Erfahrungen darin, doch der Blickwinkel hat sich verschoben, da nicht mehr der im Körper geborene Mensch dort drin steckt, sondern die außerirdische Identität, die diesen Menschen kopiert hat.
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Re: "Auslöschung" ( Annihilation, Großbritannien, USA, 2018 )

Beitrag von Fynn am Do 15 März 2018 - 16:51

TomHorn76 schrieb: Das Ende hat mir auch gut gefallen,
Finale:
zum einen wegen des offensichtlichen Horror-Endes ala DIE KÖRPERFRESSER KOMMEN, aber auch weil es zum anderen die beiden Figuren gut gegenüber stellt, die zwar (rein äußerlich) noch dieselben sind, doch die mit der Person, die sie früher, auch füreinander waren, nicht mehr viel gemein haben. Es ist die gleiche Hülle, die gleichen Gene, es stecken wohl auch die selben Erinnerungen, Erfahrungen darin, doch der Blickwinkel hat sich verschoben, da nicht mehr der im Körper geborene Mensch dort drin steckt, sondern die außerirdische Identität, die diesen Menschen kopiert hat.
Genau - und allein das hatte ich bisher in dieser Form noch nicht gesehen. Ich hab auch gar nicht so direkt den Bezug zu den "Körperfressern" gesehen, obwohl der mein Lieblingsfilm ist und jetzt, wo Du es sagst, ja, man das durchaus könnte. Also jedenfalls nicht in Form einer Kopie, sonder schon eher sehr eigenständig. Und wie das gemacht war, das war zwar ziemlich einfach, aber in meinen Augen doch ziemlich genial.

"Ex Machina" finde ich gleichfalls brilliant, vllt noch einen Ticken besser, aber das ist eben schwer zu vergleichen, da auch ein ganz anderes Thema und eher kammerspielartig. Alicia Vikander ist einfach großartig in dem Film, ich liebe den einfach. M.M. nach einfach richtig intelligente Unterhaltung, wo Schauspieler wirklich noch zeigen müssen was sie drauf haben, da nicht dauernd was in die Luft fliegt und die wenigen Effekte m.W. alle noch "handemade" waren.

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Re: "Auslöschung" ( Annihilation, Großbritannien, USA, 2018 )

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